Instagram Branded Content Tool – Schleichwerbung war gestern

Wo hört Marketing auf, wo fängt Schleichwerbung an? Über diesem Thema schweben in der bunten Instagramwelt schwarze Wolken: große Verwirrung, Fehlinformationen und die erste Abmahnwelle. Doch damit ist nun Schluss: Das Instagram Branded Content Tool soll mehr Klarheit und Transparenz schaffen. Wir erklären euch, was es mit der neuen Funktion auf sich hat.

Instagram-Branded-Content-Tool

Gerichtsurteil: Das Hashtag #ad allein reicht nicht aus!

Mit Instagram Geld verdienen? Gang und gäbe unter Influencern in Social Media. Travel Inspiration, Fitness-Tipps und Styles – auf Instagram tummeln sich unzählige Eindrücke zu unzähligen Themen. Ob es sich bei den beliebten Posts jedoch um Werbung, Kooperationen mit Firmen oder doch einfach nur um ein stinknormales Bild handelt, ist für die User nicht immer auf den ersten Blick erkennbar. Dies kann verheerende Folgen für Unternehmen und Influencer haben.

Davon kann die Drogerie-Kette Rossmann ein Lied singen: Der bezahlte Post eines 20-Jährigen Influencers brachte die Drogeriekette vor Gericht. Grund: Bezahlte Werbung wurde im Beitrag nicht ausreichend gekennzeichnet.
Im großen Hashtag-Salat reicht ein unscheinbares #ad zur Kennzeichnung von Werbung nicht aus, denn – so lautete das Urteil – auf dem deutschen Markt muss auf das Hashtag #werbung zurückgegriffen werden.

Instagram Branded Content Tool: Mehr Transparenz im Netz

An dieser Stelle kommt das Instagram Branded Content Tool ins Spiel. Die neue App-Funktion ermöglicht es Instagram Nutzern, bezahlte Posts und Kooperationen mit dem öffentlichen Tag „Bezahlte Partnerschaft mit…“ zu versehen – auch in den Stories!

Stand September 2017 ist die Funktion zunächst jedoch nur für verifizierte Instagram Accounts freigeschaltet.

Beispiel für bezahlte Partnerschaft

Quelle: Instagram carodaur

Das neue Branded Content Feature ermöglicht den Nutzern also ab sofort einen Blick hinter die Kulissen und beantwortet dabei eindeutig die Frage: Was ist unabhängiger Content und was ist Werbung?

Doch aufgepasst: Es ist trotzdem Pflicht, den Post zusätzlich zu Beginn mit dem Hashtag #werbung zu kennzeichnen. Erst dann befindet man sich als Influencer und Marke auf der sicheren Seite.

#Vielspaßbeimposten

Ein Artikel von – Sarah Pohl –

Der Inhalt dieses Artikels stellt keine Rechtsberatung dar.

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Titelbild: pexels.com
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