Facebook, Instagram, WhatsApp – Wie nutzen Teenager Social Media?

Worauf steht die Zielgruppe 15+? Für jeden, der nicht gerade eigene Kinder im Teenager-Alter zu Hause hat, ist es schwierig, bei der Mediennutzung junger Menschen Schritt zu halten. Was heute noch angesagt ist, kann morgen schon längst wieder out sein. Wir haben unsere Schülerpraktikantin Lotta nach ihrem Nutzungsverhalten in Sachen Social Media gefragt und waren erstaunt.

Wie nutzen Teenager Social Media?

Hi! Mein Name ist Lotta, ich bin 15 Jahre alt und Schülerin eines Gymnasiums. Ich möchte euch heute einen kleinen Einblick darin geben, wie Teenager Social Media nutzen:

Ich persönlich benutze sehr gerne die Social Media Apps Snapchat, Instagram und YouTube. Instagram nutze ich von allen aufgezählten Social Media Plattformen bereits am längsten.

Facebook hingegen verwende ich gar nicht und Kanäle wie WhatsApp oder ask.fm eher selten.

Instagram: Inspirationsquelle vs. Scheinwelt zwischen Filtern & Followern

An Instagram mag ich sehr gerne, dass man Bilder und Videos für einen selbstbestimmten Zeitraum in seinen eigenen Feed einstellen kann  anders als bei Snapchat, wo alle Snaps nach 24 h automatisch gelöscht werden. Hinzu kommt, dass man sich von anderen Instagrammern und deren Accounts toll inspirieren lassen und sich über sie informieren kann.

Es gibt viele Wege, seine eigenen Abonnenten zu erreichen: entweder durch das einfache Posten von Bildern und Videos, über direkte Nachrichten oder mittlweile auch durch Instagram Stories  ähnlich wie bei Snapchat. In den Stories kann man zum Beispiel lustige Filter benutzen oder Instagram Umfragen starten, um sich direkt mit seinen Followern zu einem bestimmten Thema auszutauschen.

Ich persönlich mag an Instagram die dargestellte Scheinwelt nicht so gerne: Bevor man ein Bild postet, kann man es bearbeiten, retuschieren und von 100 gemachten Fotos sucht man sich das vorteilhafteste Bild oder Video heraus. Das alles nur, um möglichst viele Likes zu sammeln. Alles wirkt perfekt und nur selten werden wirklich authentische Momente und Motive gezeigt.

Die App ist in meinen Augen sehr oberflächlich, denn es wird ein vermeintliches Idealbild gezeichnet, welches unnötigen Druck auf die (jungen) Nutzer ausübt.

Snapchat: Das wahre Leben für 24 h

Wenn ich Stories aufnehme, dann meistens auf Snapchat. Das hat den einfachen Grund, dass nicht alle meine Instagram Abonnenten meine privaten Stories sehen sollen. Im Vergleich zu Instagram, wo es fast nur darum geht, wer die meisten Follower hat, kommuniziere ich auf Snapchat nur mit einem kleinen Kreis ausgewählter Freunde.

Man kann in der App spontane Schnappschüsse mit individuellen Texten versehen und direkt verschicken das ist einfach ein cooles Konzept! Außerdem kann man per direkter Nachricht telefonieren, facetimen, Sprachmemos und Videos verschicken. Durch diesen ungefilterten Einblick, den man auf Snapchat in sein Leben gibt, wirkt alles viel echter und man fühlt sich, als würde man auch wirklich im direkten Kontakt mit der anderen Person stehen.

Snapchat ist außerdem sehr anschaulich: Ich kann genau sehen, wie viele und welche Leute sich meine Story anschauen und ob diese gescreenshotet wurde. Außerdem kann man spaßige Filter verwenden und durch ein neues Tool jetzt sogar Musik erkennen. Bei Snapchat gibt es außerdem keine Likes, die man vergeben kann, und auch keine sichtbare Abonnentenzahl. Das finde ich sehr gut, denn viele lassen sich von diesen Zahlen nur unnötig beeinflussen. 

WhatsApp: Die Notfall-Alternative zu Snapchat

WhatsApp benutze ich tatsächlich nur noch, um mit Freunden oder Familienmitgliedern zu kommunizieren, die kein Snapchat nutzen. Snapchat ist sehr modern gestaltet und ich kann auf diesem Weg viele meiner Freunde erreichen.

Spaß macht auch, dass man über die direkten Nachrichten auf Snapchat gemeinsam mit Freunden sogenannte Flammen sammeln kann. Snapt man täglich mit seinem Gegenüber, gibt es jeden Tag eine neue Flamme dazu. Sobald dieser Rhythmus aber unterbrochen wird, gehen alle Flammen verloren. So bleibt man also ständig in Kontakt.

YouTube: Videos zum Lernen, Leben und Lachen

YouTube verwende ich gerne, um mir Lernvideos für die Schule anzugucken, aber auch um Schminktutorials auszuprobieren. Außerdem sehe ich mir Vlogs, Pranks oder Kochvideos an. Ich habe auch selbst Freunde mit einem eigenen YouTube Channel, auf dem sich alles rund das Thema Lifestyle dreht.

Die Videos anzugucken ist ein unterhaltsamer Zeitvertreib und manchmal auch sehr praktisch. Man bekommt Tipps für die Schule, kann tolle Rezepte ausprobieren und vieles mehr.

Miteinander und persönlich: So nutzen Teeanger Social Media

Wie man sieht, kann jede App etwas Besonderes, was die andere nicht kann. Daher nutze ich alle Anwendungen auf ihre eigene Art und Weise, um in jedem Bereich unterwegs und immer dabei zu sein.

Ein Artikel von Lotta Jade Bruns

Facebook-Marketing für KMU

Titelbild: © Pexels
 Kategorien: Social Media