ZMG Studie 2016: Print lebt – und wie!

Sie denken, dass Print mehr und mehr ausstirbt? Das lohnt nicht, junge Leute informieren sich eh nur online? In ihrer Oktober-Ausgabe informiert die ZMG über die nach wie vor hohe Reichweite der Zeitungen. Wir haben die wichtigsten Kennzahlen auf einen Blick.

ZMG Studie 2016 | Marketing im Norden

Die Zeitungs Marketing Gesellschaft mbH & Co.KG ist der Gattungsvermarkter und Marketing-Dienstleister der Zeitungen. Die ZMG Studie 2016 untersuchte das Leserverhalten der deutschen Bevölkerung ab 14 Jahren.

Grafik Reichweite der Zeitungen 2016 | ZMG Studie 2016Über 60 Millionen Deutsche ab 14 Jahren nutzen regelmäßig die gedruckte und digitale Zeitung. Das sind eine Million mehr als im Jahr zuvor und entspricht einer Reichweite von 86,3% der deutschen Bevölkerung ab 14 Jahren. Rund zwei Drittel dieser Gruppe lesen die Print-Ausgabe, mehr als die Hälfte die digitale Ausgabe.

ZMG Studie 2016 beweist: Zeitung funktioniert auch digital

„Die Leser nutzen das breite Zeitungsangebot immer stärker über alle Kanäle. Ob gedruckt, via Desktop, Mobile oder Apps – Zeitungen sind ein verlässlicher Begleiter. Insbesondere die steigende digitale Nutzung zeigt, wie gut die Zeitungen mit ihren Angeboten auch neuen Nutzungsgewohnheiten entgegenkommen“, so Claudia Mika, Leitung Mediaservice der ZMG Zeitungs Marketing Gesellschaft.

Zur Ermittlung der Zahlen wird jeder Leser nur einmal gezählt, auch dann wenn er die Zeitung mehr als einmal nutzt. Und der Trend geht dorthin: 23,2 Millionen lesen regelmäßig sowohl eine Print- als auch eine Onlineausgabe der Zeitung.

ePaper-Auflage: 25% mehr Abonnenten als im Vorjahr

Grafik verkaufte ePaper-Auflagen | ZMG Studie 2016Die ePaper-Auflage der deutschen Zeitungen legt weiter zu: Im 3. Quartal 2016 verkauften die deutschen Zeitungen über 1 Million ePaper-Exemplare pro Erscheinungstag. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet das einen Zuwachs von 25 Prozent!

Bei den jungen Lesern ist der Zugewinn unter 30 Jahren mit einem Plus von 130% am größten. 90% der 14- bis 29-Jährigen nutzen regelmäßig die gedruckten und digitalen Zeitungsangebote. Bei den Lesern ab 30 Jahre bis 49 ist der Wert ähnlich hoch, 88,9%.

Der einzige Unterschied zwischen den Altersgruppen besteht in der Nutzung der Angebote: Während die Gruppe der bis 29-Jährigen eher über Rechner oder Smartphone auf die Zeitung zugreifen, ist der Favorit bei der Gruppe ab 50 Jahre die gedruckte Zeitung.

Starke Beachtung von Werbung im ePaper

Und wie steht es um die Beachtung von Printwerbung in der Zeitung und im ePaper? Auch dazu macht die ZMG eine Aussage. Mit einem sogenannten Anzeigen-Copytest. Hier werden Zeitungsleser zu Anzeigen, die in der gedruckten Zeitung und in der ePaper-Ausgabe erschienen sind, befragt. Belegt wurde mit dem Copytest, dass Anzeigen im ePaper der Tageszeitungen genauso gut wahrgenommen und erinnert werden wie Werbung in der gedruckten Ausgabe. Mehrfachkontakte steigern die Beachtung! Testpersonen, die sowohl die gedruckte Ausgabe als auch das ePaper gelesen haben, erinnern sich noch besser an die Anzeigen. „Zeitungswerbung wirkt, gedruckt wie digital“, bestätigt Alexander Potgeter, Leitung Forschung bei der ZMG.

Werbe-Mix: Crossmediale Kombinationen aus Print und Online punkten

Die Untersuchung durch die ZMG zeigt, dass über Zeitungen – in gedruckter als auch digitaler Form – die Mehrheit der deutschsprachigen Bevölkerung erreicht werden kann. Auch in Zukunft lohnt es sich also, Print in die Auswahl der eigenen Werbeträger einzubinden und damit einen gesunden Werbe-Mix zu planen.

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Titelbild: © Pexels.com | Grafiken ZMG
 Kategorien: Printwerbung