Zwischen hochmotiviert und überarbeitet: Wie ging das noch mit der Work-Life-Balance?

Das kennen wir doch alle – wir kommen abends nach Hause, haben ein Date mit Freunden und wollen am liebsten absagen, da der Arbeitstag ein Killertag war. Zu wenig Zeit, zu viele Projekte – Work-Life-Balance? Fehlanzeige! In solchen Momenten kommt schnell die Frage auf: Arbeite ich zu viel? Mute ich mir zu viel zu? Es ist wichtig, im Alltag genug Platz für Hobbies, Freunde und Familie einzuplanen. Wie man Arbeit und Freizeit am besten in der Waage hält, haben wir vom MiN Team uns einmal genauer angesehen.  

Work-Life-Balance | Marketing im Norden

Eine To-do-Liste hilft uns meistens schon sehr gut dabei, unseren Arbeitstag klar zu strukturieren. Im Job ist es für die meisten selbstverständlich, solche Checklisten anzufertigen und abzuarbeiten. Im Privatleben sieht das oft anders aus – warum eigentlich?

Work-Life-Balance: Arbeit und Freizeit unter einem Hut

Mit der Work-Life-Balance ist es oftmals so, dass es sich tatsächlich nur so anfühlt, als würde der berufliche Alltag das Privatleben verdrängen. Wir kommen von der Arbeit nach Hause und da sehen wir sie: die Gardinenstange, die schon längst hätte angebracht werden sollen (wann sind wir nochmal hier eingezogen? Es war auf jeden Fall warm draußen…) und die Pfandflaschen, die mittlerweile sicher schon für ein neues Paar Herbststiefel reichen. Ach Mist, das Geburtstagsgeschenk für die Cousine ist auch noch nicht besorgt, da bleibt morgen wohl nur noch die Mittagspause...

Doch zurück zur Einstiegsfrage: Warum organisieren wir unseren Alltag meistens schlechter als den Beruf? Das liegt natürlich daran, dass sich im Job eine Pflichtveranstaltung an die nächste reiht und eine Deadline die andere jagt. Wäre es nicht klasse, die Pflichten im Privatleben ebenfalls schneller über die Bühne zu bekommen und so mehr Zeit für die wirklich schönen Aktivitäten zu haben?

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Eine private To-do-Liste ist das Must-have um Arbeit und Alltag im Gleichgewicht zu halten

Plant man sich für das Privatleben ebenfalls feste Termine ein, um die alltäglichen Dinge zu erledigen, ist man in puncto Work-Life-Balance Vielen einen großen Schritt voraus. Wer sich fest vornimmt, die Gardinenstange am Mittwoch anzubringen, auf den wartet den Rest der Woche kein negatives Gefühl à la „Na toll wieder kein entspannter Feierabend, die Gardinenstange wartet...“. Eine private To-do-Liste ist somit das neue Must-have!

Doch wie sieht es aus, wenn sich die Arbeit häuft und häuft? Die Projekte immer mehr werden und man irgendwo zwischen hochmotiviert (man will ja schließlich kein einem anvertrautes Projekt ablehnen) und überfordert (wie soll ich das nur alles schaffen…) steht?

Kommunikation als A und O: Seien Sie ehrlich!

Hier ist ganz klar Kommunikation der Schlüssel zum Erfolg. Einige mögen ja denken, dass sie versagen, wenn sie den Eindruck bekommen, nicht alles auf der Liste zu schaffen. Doch genau das ist falsch! Das Gefühl, zu viel Arbeit für zu wenig Stunden zu haben, kann auch ein Indiz dafür sein, dass man jedes seiner Projekte mit großer Sorgfalt erledigt.

Vergessen Sie nicht: Vorgesetzte und Teamleiter sind auch nur Menschen. Der einzig richtige und sinnvolle Weg ist es hier, die Problematik anzusprechen. Zu sagen "Das Projekt übernehme ich gerne, doch die Deadline müsste dann verlängert werden." oder "Gerne nehme ich das Projekt an, doch dann müssen wir an anderer Stelle umplanen." ist kein Zeichen von Schwäche. Ehrlich währt am längsten! Offene und aufrichtige Kommunikation ist das A und O: Wie? Wann? Wie viel? Was kann ich schaffen?

Die Vier-Tage-Woche als neues Work-Life-Balance Modell?

Wenn Donnerstag schon Freitag ist oder Montag noch Sonntag – die Vier-Tage-Woche ist bereits in aller Munde und in skandinavischen Ländern sogar schon oft Standard. In Deutschland haben sich einige Unternehmen wie z.B. die MediaEvent Services GmbH aus Wetzlar, die Agentur Frische Fische aus Berlin oder auch die DocCheck AG aus Köln ebenfalls an das Modell herangetraut. Das Feedback fällt äußerst positiv aus: effizientere, zufriedenere Mitarbeiter und eine ausgeprägte Work-Life-Balance werden genannt. Allerdings muss bei solchen Modellen zum Teil natürlich auch beim Gehalt eingebüßt werden, ausser man einigt sich auf 10 Stunden am Tag bei 100% Gehalt.

Fest steht, dass die Kreativität steigt, wenn die Arbeitszeit sinkt. Logisch, man hat einfach mehr Freiraum, die Gedanken schweifen zu lassen. Neben dem Faktor der Kreativität, spielt auch die Produktivität eine wichtige Rolle. Unternehmen haben nichts von überarbeiteten Mitarbeitern. Dass diese in einer Vier-Tage-Woche sogar wesentlich produktiver arbeiten, ist bereits durch diverse Studien bewiesen. Es wird weniger aufgeschoben! Letztendlich ist der Erfolg bei diesem Modell auch abhängig von der Kommunikation nach außen: Mit einem guten Kundenbeziehungsmanagement gewöhnt sich Ihr Umfeld schneller an solche Änderungen als Sie denken.

Wir vom Marketing im Norden Team sind gespannt, ob sich die Vier-Tage-Woche auch in Deutschland mehr und mehr etabliert. Wir wären auf jeden Fall nicht dagegen.

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Titelbild: ©  Pixabay
 Kategorien: Best Practice