Website erstellen: Diese 12 Begriffe sind Pflicht!

Sie wollen eine neue Website für sich oder Ihr Unternehmen erstellen und verstehen nur Bahnhof? Keine Panik! Wir bringen Licht ins Dunkel.

12 Website Begriffe

1. Hosting - Die Heimat Ihrer Website

Zu Beginn Ihres Website-Projektes benötigen Sie zunächst einmal einen Hosting-Vertrag. Das englische Wort Hosting kann mit Datenbewahrung übersetzt werden. Es umschreibt damit die Tatsache, dass Sie für Ihre neue Website einen Ort brauchen, an dem Sie Ihre Websiteinhalte quasi „aufbewahren“ und speichern können. Sie finden diesen Ort auf den Servern verschiedener Hosting-Anbieter. Dazu zählen z.B. Host Europe, Strato oder 1&1. Welcher Anbieter für Sie der Richtige ist, entscheiden Sie selbst. Hosting-Anbieter werden in der Fachsprache auch oft als Provider (to provide dt.: bereitstellen) bezeichnet.

Im Rahmen Ihres Hosting-Vertrags haben Sie außerdem die Möglichkeit, sich einzelne oder auch mehrere (verfügbare) Internetadressen, so genannte Domains, zu sichern. Sie möchten eine passende E-Mail Adresse zu Ihrer Domain? Auch diese kann über Ihren Hosting-Vertrag eingerichtet und verwaltet werden (Domain: www.beispiel.de E-Mail: info@beispiel.de).

2. Sitemap - Die Seitenstruktur

Als Sitemap bezeichnet man die Seitenstruktur Ihrer Website. Zu den Standardseiten zählen in der Regel die Startseite, Kontakt, Impressum und Datenschutz. Zusätzliche Inhalte können Sie auf so genannten Unterseiten platzieren. Die Sitemap skizziert diesen Aufbau in einem Baumdiagramm.

3. Homepage - Startseite oder Website?

Genau genommen wird nur die Startseite einer Website als Homepage bezeichnet. Oftmals werden beide Begriffe jedoch synonym verwendet.

4. Mockup - Der erste Entwurf

Als Mockup bezeichnet man einen ersten grafischen Entwurf Ihrer Website. Nach einem ersten Gespräch zu Ihren Vorstellungen und Wünschen entwirft ein Grafiker Version 1.0 Ihrer Website. Meist werden hierzu Programme wie Adobe Photoshop oder InDesign CC verwendet. Dieser Entwurf dient als Grundlage für ein zweites Gespräch, in dem geklärt wird, ob die Website in dieser Form Ihren Ansprüchen entspricht. Im Anschluss beginnt die Programmierung.

5. CMS - Software zur Bearbeitung Ihrer Webseite

Das Content-Management-System, oder kurz CMS, ist eine Software, die zur Verwaltung der Inhalte auf Ihrer Website genutzt wird. Content-Management-Systeme sind in der Regel webbasiert und lassen sich ganz einfach über Ihren Internetbrowser aufrufen. Sie melden sich über Ihren individuellen Benutzernamen und das Passwort an und haben dann die Möglichkeit, selbstständig und mit nur wenigen Klicks zum Beispiel Texte zu ändern oder Bilder zu tauschen. Zu den beliebtesten Content-Management-Systemen auf dem Markt zählen zurzeit WordPress, TYPO3 und Joomla.

6. Theme/Template - Designvorlagen

Die Wörter Theme (dt.: Motiv) und Template (dt.: Schablone) beschreiben professionelle Design-Vorlagen für Websites und Grafiken. Auf Online-Portalen wie ThemeForest finden sich tausende kostenfreie aber auch kostenpflichtige Templates, die Sie zur Gestaltung Ihrer Website verwenden können. Sie werden in der Regel einfach als ZIP-Datei in Ihr CMS geladen.

7. Backend - Der Bearbeitungsbereich

Als Backend (back dt.: hinten) bezeichnet man den Bearbeitungsbereich Ihrer Website. Er ist in der Regel über Ihren Internetbrowser unter Eingabe von Benutzername und Passwort erreichbar. Hier können Sie "im Hintergrund" Änderungen an Ihrer Website vornehmen. Dem Backend gegenüber steht das so genannte Frontend - dies bezeichnet alles, was Ihre Websitebesucher quasi "von vorne" sehen können.

8. Blog - Platz für Neuigkeiten und Angebote

Ein Blog ähnelt im Vergleich zu einer Unternehmenswebsite eher einem persönlichen Journal. Hier werden fast täglich neue Inhalte und Artikel veröffentlicht. Natürlich kann eine Unternehmenswebsite auch einen Blog enthalten. Wenn Sie zum Beispiel regelmäßig auf besondere Ereignisse oder Aktionen hinweisen möchten, ist ein Blog eine gute Option. Wer sich jedoch für einen Blog auf der eigenen Website entscheidet, sollte sich in Ruhe Gedanken darüber machen, ob es – neben dem Tagesgeschäft – genügend freie Ressourcen für die stetige Bearbeitung gibt. Nichts ist schlimmer als eine Unternehmenswebsite mit News-Beiträgen von vor zwei Jahren!

9. Responsive Design - Ihre Seite auf allen Endgeräten

Mit Responsive Design (responsive dt.: reagierend) wird die Mobiloptimierung Ihrer Website beschrieben. Ist Ihre Website responsive, passen sich alle Inhalte immer und überall genau auf das jeweilige Endgerät (PC, Tablet oder Smartphone) an. An dieser Form der Websitegestaltung führt heute tatsächlich kein Weg mehr vorbei: Bereits seit April 2015 straft Google nicht-mobiloptimierte Websites in seinen Suchergebnissen ab und präsentiert vorrangig Ergebnisse im Responsive Design.

10. Impressum - Rechtssicher im Internet

Ja, es stimmt: Auch für Websites gilt in Deutschland die Impressumspflicht. Außerdem muss eine eigene Datenschutzerklärung eingebunden werden. Beide Unterseiten sollten mit maximal zwei Klicks erreichbar sein. Internet-Portale wie eRecht24 leisten Unterstützung bei der Erstellung.

11. Auth-Code - Sicherheit für Ihre Domain

Ein Auth-Code wird benötigt, wenn Sie mit Ihrer Domain zu einem neuen Hosting-Anbieter wechseln möchten. Durch die Verwendung dieses Codes wird sichergestellt, dass keine unrechtmäßigen Domainübernahmen durch Dritte erfolgen können. Sollten Sie tatsächlich einen Wechsel Ihres Hosting-Anbieters planen und möchten Sie Ihre bereits bestehende Domain mitnehmen, dann fragen Sie gezielt nach diesem Code.

12. Google Analytics - Besucherzahlen analysieren

Google Analytics ist ein kostenloses Tool von Google, dass es Ihnen ermöglicht, die Besucherzahlen Ihrer Website zu analysieren. Glauben Sie mir: Die Zeiten öffentlicher Besucher-Zähler auf Websites sind laaange vorbei!

Wenn Sie Google Analytics nutzen möchten, ist es zunächst erforderlich, sich ein eigenes Google Konto anzulegen. Über dieses Konto haben Sie dann die Möglichkeit, den so genannten Tracking-Code (tracking dt.: Verfolgung) zu generieren. Dieser muss auf Ihrer Website eingebaut werden, ist für Besucher jedoch nicht sichtbar. Spätestens, wenn Sie Google Analytics auf Ihrer Website integriert haben, sollten Sie den offiziellen Google Analytics Vertrag zur Auftragsdatenverarbeitung ausfüllen und in zweifacher Ausführung per Post zu Google nach Dublin schicken. Außerdem ist es erforderlich einen entsprechenden Hinweis zur Nutzung von Google Analytics in Ihre Datenschutzerklärung zu integrieren. 

Wenn Sie all diese Schritte befolgt haben, können Sie Ihre Website-Daten entweder über den PC oder ganz bequem über die kostenlose Google Analytics App für Android oder Apple auf Ihrem Smartphone oder Tablet einsehen.

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