Vom Guerilla-Marketing zum Einhorn-Erfolg?

Habt ihr euch schonmal gefragt, warum es nicht einfach Pinguine geworden sind? Oder glitzernde Elefanten? Nein, es sind Einhörner, die die Nation mehr oder minder bewegen. Der Marketing-Coup für alle Unternehmen. Nicht nur Großkonzerne hoffen mittlerweile dank der beliebten Fabelwesen auf den großen Marketingdurchbruch. Aber ist die Erfolgsprognose dieser Idee auch weiterhin bahnbrechend? 

Einhorn Becher

Man sieht sie an jeder Ecke, kein Konsument kann ihnen entkommen. Fröhlich glitzernde, bunt bemalte und pink funkelnde Einhörner in allen erdenklichen Größen und Variationen. Sei es Duschgel, Kuchen, Schmuck, Lebensmittel oder Dekoartikel  nichts scheint dem Trend entkommen zu können. Nach dem bahnbrechenden Erfolg der Ritter Sport Einhorn-Schokolade, dem Vorreiter der Einhorn-Invasion, sprangen unzählige Unternehmen auf den Glitzerzug auf, in der Hoffnung, ebenfalls vom Feenstaub profitieren zu können. Falsch gedacht? 

Einhörner an die Macht 

Zunächst nicht. Die Drogeriekette dm kündigte ein Einhorn-Duschgel an, die Verbraucher drehten durch. Wochenlang war das außergewöhnliche Duschgel nirgendwo erhältlich, ähnlich dem Ausverkauf der Ritter Sport-Schokolade. Dann irgendwann begann Nanu Nana mit Einhorndeko aller Art, auch das wurde von den Kunden noch begeistert hingenommen. 

Doch dann kam der Wandel. Die Kaffeekette Starbucks wollte den enormen Marketingdruck natürlich nicht auf sich sitzen lassen  und zog mit einem Unicorn-Frappuccino nach. Mit mäßigem Erfolg, denn die Kaffeekunden fühlten sich von dem Cappuccino mit Mango-Sirup und Vanillesahne, selbstverständlich verziert in lila und pink, zu sehr zurückerinnert an die Figur Dookie aus einer alten Werbekampagne der Firma Squatty Potty. Dookie erleichterte sich auf der Toilette in Regenbogenfarben - Starbuckskunden ließen sich schnell viral zu Schlussfolgerungen über die Entstehung des Frappuccino hinreißen.

Der Schuss kann also auch gewaltig nach hinten losgehen und der Einfluss der sozialen Medien ist nicht zu unterschätzen. Auch Einhorn-Kampagnen müssen gut durchdacht sein! Die Devise "Male ein Einhorn drauf und verlange den doppelten Preis" kommt nicht bei allen Usern gleichermaßen gut an, auch wenn Konzerne sich von dem Trend lukrative Ergebnisse erhoffen. 

 

Einhorn Frappuccino Starbucks

 

Toilettenpapier im Einhorn-Stil - Die Innovation am Marketinghimmel?

Vor Kurzem kam auch der Verbrauchermarkt Edeka mit einem neuartigen Produkt um die Ecke: dem Einhorn-Toilettenpapier mit Zuckerwatte-Duft. Ob es noch schräger wird? Man weiß es nicht.
Der Slogan zum Produkt: "Es war noch nie so leicht, einen süßen Arsch zu bekommen".

Die Kunden sind geteilter Meinung. Viele können der Einhornmagie noch immer nicht wiederstehen und nehmen auch höhere Preise in Kauf, rund die Hälfte der Customer ist jedoch auch der Meinung, dass die Glitzermagie langsam zum Ende finden sollte. 

 

Einhorn Toilettenpapier

Schluss mit der Magie?

Wir persönlich finden ja, dass die wahre Marketingkompetenz darin besteht, bahnbrechende Innovationen zu schaffen. Aufgewärmte Ideen sind meist nicht von dauerhaftem Erfolg und seien wir mal ehrlich: So langsam ist es auch mal gut mit der Einhorn-Invasion, oder? 

Ihr seid anderer Meinung? Dann lasst es uns gerne in den Kommentaren wissen!

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Titelbild: © pixabay.com
 Kategorien: Marketing