Projektmanagement-Modelle: Welches passt am besten zu dir?

Das Thema Projektmanagement birgt viele Gefahren und Fehlerquellen. In unserem kleinen Crashkurs stellen wir dir die zwei bekanntesten Projektmanagement-Modelle vor und zeigen Vor- und Nachteile auf. So bringst du deine Projekte schnell und frustfrei zum Erfolg!

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Projektmanagement-Modelle: Aufgaben flexibler durchführen

Ein Projekt, wie z.B. die Einführung einer Internetseite oder eines Online-Shops, verläuft häufig wie ein Hausbau: Zunächst definiert man mehr oder weniger detailliert, was man haben möchte, dann erfolgen das Design und die (technische) Umsetzung durch einen Dienstleister und am Ende ist es fertig... Doch Vorsicht: Bei einem solchen Vorgehen passiert es häufig, dass wichtige Anforderungen, die bereits zu Projektbeginn besprochen wurden, vergessen werden oder dass im weiteren Verlauf des Projekts noch zahlreiche Änderungswünsche hinzukommen. Nachträgliche Änderungen sind ärgerlich, denn sie ziehen das Projekt immer weiter in die Länge und verursachen dadurch weitere, unerwünschte Kosten.

Hohe Planungssicherheit: Wasserfall-Modell

Das hier beschriebene Modell nennt man Wasserfall-Modell. Der Name ist gleichbedeutend mit einem Stufenmodell, da die nächste Aufgabe erst begonnen wird, sobald die vorherige abgeschlossen ist.

Vorteile
Vorteil dieses Modells ist die Planungssicherheit: Vor der Umsetzung stehen idealerweise der Umfang und damit die Kosten genau fest, Ressourcen für die Umsetzung wurden eingeplant und das Projekt kann konsequent durchgeführt werden.

Nachteile
Bei unvorhersehbaren Änderungen kann diese Vorgehensweise ein klarer Nachteil sein. Und nicht nur das: Große Fehler oder Unstimmigkeiten, die meist durch unpräzise Anforderungen entstehen, zeigen sich erst am Ende des Projekts – bei der Abnahme. Eine Korrektur zu diesem Zeitpunkt wird teuer!

Hohe Flexibilität: Scrum-Modell

Neben dem starren Wasserfall-Modell gibt es auch agile Vorgehensweisen im Projektmanagement: Eine davon nennt sich Scrum. In diesem Modell finden mehrere kurze Zyklen statt, die sogenannten Sprints. In diesen Sprints werden mehrere Aufgaben parallel bearbeitet, getestet und abgeschlossen. Ein Sprint dauert dabei maximal einen Monat, üblich sind in der Regel Wochen oder 2-Wochen-Sprints.

Vorteile
Mit Scrum wird dein Projekt viel flexibler  nicht zuletzt dank täglicher Meetings. In diesen regelmäßigen Treffen werden der vergangene Tag reflektiert und die nächsten Schritte besprochen. Die zu bearbeitenden Aufgaben ergeben sich aus den User Stories, die sich an den einzelnen Anwendungsfällen und Funktionen der Nutzer (des Shops, der Website etc.) orientieren. Diese werden gesammelt und priorisiert – erst dann beginnt die Umsetzung. Am Ende steht ein Modell, welches es dem Team ermöglicht, sich jederzeit flexibel an neue Situationen anzupassen.

Nachteile
Klarer Nachteil dieses Vorgehens: Der Auftraggeber hat eine geringere Planungssicherheit, denn das Scrum-Team arbeitet eigenständig und das Ergebnis ist im Gegensatz zum Wasserfall-Modell nur schwer vorhersehbar.

Scrum, Wasserfall oder beides? Die Entscheidung liegt bei dir!

Den perfekten Weg für die Umsetzung eines Projekts gibt es nicht. Für jede Aufgabenstellung muss individuell entschieden werden, welches der beschriebenen Projektmanagement-Modelle am besten passt.

Für Projekte mit hohen Unsicherheitsfaktoren eignet sich die agile Vorgehensweise, für Projekte mit fest definierten und bleibenden Anforderungen eher das Wasserfall-Modell. Eine Kombination der beiden Modelle ist ebenfalls möglich und oft sinnvoll: Vor der Durchführung eines Projekt sollte man dabei möglichst genaue Vorstellungen des fertigen Produkts haben  die hohe Flexiblität des Scrum-Modells unterstützt dann im weiteren Projektverlauf.

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 Kategorien: Best Practice