Werbung at its best! Richtig gute Printanzeigen und warum sie so stark wirken

Manchmal blättern wir unsere Tageszeitung am Frühstückstisch oder unser Magazin zum Kaffee durch und bleiben hängen – und zwar nicht unbedingt an einem interessanten Artikel, sondern an unheimlich guter Werbung. Wir geben dir ein paar Beispiele für  gelungene Printanzeigen und verraten, warum wir sie so unschlagbar gut finden.

Printanzeigen

Print ist öde? Von wegen!

Wer das behauptet, sollte entweder seine Aussage ernsthaft überdenken oder sich einfach mal die nächstmögliche Zeitschrift oder Zeitung greifen. Schnell wird klar: Der Kreativität guter Agenturen sind ganz offensichtlich keine Grenzen gesetzt und die individuellen Vorteile von Printwerbung liegen klar auf der Hand.

Es muss bei guter Printwerbung nämlich nicht immer um Entweder/Oder gehen: Entweder die vollgestopfte und viel zu bunte Angebotsanzeige des Supermarkts, die getreu dem Motto "Mehr ist mehr" alles in die Anzeigenfläche quetscht, was gestalterisch nur irgendwie möglich ist. Oder das übermäßig perfekte Model der High Class Parfümwerbung, das dank Photoshop fast schon wie ein Wesen von einem anderen Stern aussieht und schon auf den ersten Blick den Eindruck von "Ach, das kannst du dir eh nicht leisten" vermittelt.

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Ganz im Gegenteil – wirklich gute Printanzeigen können mit klarem Design, aufmerksamkeitsstarken Headlines, coolen Bildern, Emotionen oder subtilen Anspielungen auf das aktuelle Geschehen punkten.

Kurz und knackig... und krass!

Eine Anzeige braucht manchmal nicht viel mehr als eine klare Headline um sich in den Fokus der Betrachtung zu rücken. Ganz besonders gelingt dies mit gekonnt provokanten Aussagen, wie denen der aktuellen Anzeigen-Kampagne der Felix Burda Stiftung:

 Print-Anzeige-Felix-Burda-Stiftung.jpg

Mit ganz einfachen gestalterischen Mitteln, nämlich der plakativen Schrift auf einfarbigem Grund, wird in Kombination mit einer gewollt provozierenden Aussage auf die Relevanz der Krebsvorsroge hingewiesen.

VW hat das mit einer Anzeigen-Kampagne für den Passat 2014 ähnlich gemacht, dem Ganzen aber noch eine Schüppe obendrauf gesetzt. Via Augmented Reality war es möglich die Anzeigenmotive mit dem Smartphone oder Tablet zu scannen und weitere Infos zu bekommen und Videos zum neuen Modell abzuspielen. Mit dieser Kampagne hat Volkswagen Print-Anzeigen lebeding gemacht.

Ein Bild sagt mehr als Tausend Worte – vor allem in Printanzeigen!

Besonders Bilder können unsere Blicke auf sich ziehen und dienen damit als Eye-Catcher für jedes optische Werbemittel. Die Aufmerksamkeit der Leserinnen und Leser von Printmedien zu erregen, ist schließlich der erste und wichtigste Schritt für die erfolgreiche Übermittlung einer Werbebotschaft. Für die Auswahl eines guten Bildes sollte man sich also unbedingt Zeit nehmen, wenn man Anzeigen gestalten möchte.

Besonders gut ist dies zum Beispiel bei der Anzeigen-Kampagne für die Marke Sanzer gelungen:

Print-Anzeige-sanzer.jpg

"Igitt!" ist vermutlich die erste Reaktion, die diese Anzeige bei jedem Betrachter auslöst. Mit der provokanten Frage "What you really touch?" wird – sehr überzeugend – für ein antibakterielles Handgel geworben. Schonungslos wird jedes unappetitliches Detail der Finger gezeigt, was einem (dank der Photoshop-Skills des Grafikdesigners) die Wichtigkeit des Produkts mit voller Wucht vor Augen führt und diese Anzeige zu einem echten Hingucker macht.

Printwerbung: Emotionen sind alles

Doch anstatt Ekel und Unbehagen auszulösen, kann man auch mit den verschiedensten anderen Emotionen spielen. Und das sollte man sogar!

Wie wäre es zum Beispiel mit ein bisschen Angst und Grusel, wie zum Beispiel in dieser Kampagne von Duracell?

Print-Anzeige-duracell.jpg

Die alte, entsorgte Puppe kommt, um sich zu rächen… Mit der Headline „Some toys never die“ wird die Langlebigkeit der Duracell Batterien beworben. Zunächst etwas befremdlich, denn die Anzeige erinnert ganz klar an eine Szene aus einem Horrofilm. Sie lässt einem direkt einen kleinen Schauer durch Mark und Bein gehen und verfehlt ihre Wirkung damit jedenfalls nicht.

Emotionen wie Freude, Liebe und Glückseligkeit rüberbringen kann ja schließlich jeder, oder?

Immer schön mit dem Zeitgeist gehen

... auch das können einige Werbeagenturen sehr gut. Seien es die Politik, der Klimawandel oder soziale Missstände – aktuelle Themen und Diskussionen aufzugreifen, bringt oft viel Aufmerksamkeit.

Berühmt berüchtigt sind in diesem Bereich zum Beispiel die Hamburger Kreativen von Jung von Matt, die u.a. für Sixt immer wieder prominente Persönlichkeiten aufs Korn nehmen. Selbst die Kanzlerin blieb davon nicht verschont:

Print-Anzeige-Sixt.jpg

Einfachheit is the key

Sei es nun also die krasse Headline, das perfekte Bild, die heftige Emotion oder der verbale Seitenhieb: Der Schlüssel zum Werbeerfolg mit Printanzeigen liegt im Fokus auf eines dieser Mittel. Und das sollte dann voll ausgespielt werden!

Dass dies eine der Königsklassen der Werbeindustrie ist, zeigt sich bei der jährlichen Wahl der Anzeige des Jahres durch die ZMG (Zeitungs Marketing Gesellschaft). Hier lohnt es sich in jedem Fall, sich mal durch die nominierten Motive und Kampagnen zu klicken! 

Und wer weitere Inspiration für seine nächste Print-Kampagne sucht, kann auch mal in den 100 Beispielen für richtig gute Print-Anzeigen unserer Kollegen von t3n stöbern.

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Titelbild: © pexels.com
 Kategorien: Printwerbung