Print ist sexy! Gedruckte Werbeträger im Überblick

Printmedien sind die Klassiker unter den Werbeträgern. Ob Zeitungen oder Zeitschriften – Werbung in Print bringt viele Vorzüge mit sich. Doch welcher gedruckte Werbeträger ist für meine Kommunikation der beste? Wir haben uns die verschiedenen Printmedien mal genauer angeschaut.

Werbeträger in Print

Die erste Geige in Sachen Aufmerksamkeit, Image und Komfort

Wir werden 24/7 mit Informationen aller Art auf den verschiedensten Kanälen konfrontiert. Dabei gibt es kaum Momente, in denen wir einem einzelnen Medium unsere volle Aufmerksamkeit schenken. Besonders Radio und TV werden gerne zu solchen Nebenbei-Medien degradiert. Ganz anders sieht das mit den Printmedien aus:  87 % der Befragten gaben bei einer Umfrage von Bauer Media an, sich beim Zeitschriftenlesen ausschließlich auf dieses Medium zu konzentrieren. Und trotz starker Internetnutzung sind manche Zielgruppen immer noch besser über Printmedien zu erreichen – das gilt vor allem für die Generation 50plus.

Ein weiterer Vorteil von Printmedien im Allgemeinen ist das positive Image. Sie erfreuen sich einer hohen Glaubwürdigkeit und Seriosität und werden darüberhinaus als beständig, verlässlich und qualitativ hochwertiger als andere Medien eingestuft. Dieser Punkt färbt auch auf die Printwerbung ab.

Nicht zu unterschätzen ist auch der Komfort-Aspekt: Auf Papier zu lesen ist für viele Menschen deutlich angenehmer als auf Tablet, Smartphone und Laptop. Und auch die Haptik und das damit verbundene Gefühl "etwas in der Hand zu haben", das ich zudem flexibel überall hin mitnehmen kann, spielen eine wichtige Rolle.

Der richtige Werbeträger: Print ist nicht gleich Print

So gut das alles schon mal klingt: Zwschen den verschiedenen Printmedien gibt es nicht unerhebliche Unterschiede, die man bei der Auswahl der richtigen Werbeträger unbedingt beachten sollte.

Zeitungen – Das Urgestein unter den Printmedien

Die Historie der Zeitungen, wie wir sie heute kennen, geht bis in das frühe 17. Jahrhundert zurück. Seitdem hat sich viel getan. Heutzutage glänzen die Zeitungen als Werbeträger vor allem durch zeitliche Flexibilität und vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten. Man unterscheidet zwischen folgenden Zeitungsgattungen, die vor allem anhand ihrer Erscheinungsweise aufgeteilt werden:

  • (Abo-) Tageszeitungen
    Die Tageszeitung ist eine täglich – meist von Montag bis Samstag – erscheinende Zeitung. Sie zeichnet sich vor allem durch eine umfassende Berichterstattung aus und erreicht damit eine breit gefächerte Zielgruppe mit verschiedensten Interessen (lt. der Allensbacher Werbeträgeranalyse 2016 erreichen beispielsweise allein die regionalen Abo-Tageszeitungen täglich stattliche 41,3 % der über 14-jährigen Deutschen). Die regionalen Tageszeitungen bieten darüberhinaus die Möglichkeit der geographischen Eingrenzung der Zielgruppe (besonders, wenn der gewählte Zeitungstitel einzeln belegbare Lokalteile anbietet).

    Zur Gattung der Tageszeitungen gehören auch die Kauf- und Boulevardzeitungen, die jedoch i.d.R. ausschließlich über den Einzelverkauf vertrieben werden und dementsprechend keinen festen Abonnentenstamm haben.

  • (Abo-) Wochen- und Sonntagszeitungen
    Wie der Name es bereits vermuten lässt, erscheint diese Art der Zeitungen im 7-Tage-Rhythmus. Vor allem bei den Wochenzeitungen spielen weniger die tagesaktuellen Nachrichten als Hintergrundreportagen und umfassend detaillierte Berichterstattungen eine tragende Rolle – was wiederum zu einer verlängerten Lesezeit und damit erhöhten Kontaktwahrscheinlichkeit für Werbetreibende führt.

    Auch kostenlose Anzeigenblätter lassen sich diesem Bereich der Printmedien zuordnen. Sie zeichnen sich jedoch weniger durch einen hohen Informationsgehalt als durch ihren (zum Teil sehr stark) werblichen Charakter aus. Dementsprechend werden sie auch gerne zur Beilagenwerbung genutzt.

Zeitschriften – Werben im themenbezogenen Umfeld

Wo Zeitungen vor allem durch ihre allgemeine Nachrichtendichte und ihre zeitliche Flexibilität glänzen, liegen die Stärken von Zeitschriften woanders: Vor allem zeichnen sie sich durch die Möglichkeit aus, im thematisch passenden Umfeld zu werben. Damit einher geht die relativ hohe Chance auf Mehrfachkontakt mit den Leserinnen und Lesern, da Zeitschriften oft langlebiger sind und gerne ein zweites oder drittes Mal zur Hand genommen werden.

  • Publikumszeitschriften
    Diese Zeitschriften erreichen mit ihren hohen Auflagen meist eine große Anzahl an Leserinnen und Lesern. Zu ihnen gehören Illustrierte, Programmzeitschriften und Nachrichtenmagazine.
  • Special-Interest-Zeitschriften
    Wie der Name schon sagt, decken diese Zeitschriften konkrete Interessengebiete ab und sind somit auf eine kleinere Zielgruppe zugeschnitten. Themenbereiche solcher Zeitschriften sind z.B. Auto, Reisen, Mode, Kochen und Computerspiele.
  • Fachzeitschriften
    Noch spitzer wird die Zielgruppe bei den sogenannte Fachzeitschriften. Sie haben eine geringere Verbreitung als beispielsweise die Special-Interest-Zeitschriften, erreichen dafür aber noch gezielter das passende Klientel für ihre Werbebotschaft. Beispiele hierfür sind "Werben & Verkaufen" oder das "Deutsche Ärzteblatt" sowie weitere Fachzeitschriften mit wissenschaftlichem Anspruch.

Print ist mehr als man denkt

Sie sehen schon in Print steckt deutlich mehr, als man zunächst denkt. Die unterschiedlichen Werbeträger sprechen ganz unterschiedliche Zielgruppe an und bringen alle ihre Vor- und Nachteile mit. Die Entscheidung für eines oder mehrere dieser Medien liegt bei Ihnen.

Fest steht jedoch: Mit all diesem Facettenreichtum und dieser Wandlungsfähigkeit ist Print vor allem eins - sexy!

Titelbild: © Pexels.com
 Kategorien: Printwerbung