Ordnung mit Stil: So entsteht dein eigenes Bullet Journal

Wer kennt das nicht? Die To-do-Liste wird Dank immer mehr Aufgaben unübersichtlich, die Post-its am PC könnten mittlerweile als Kunstwerk durchgehen und auch der digitale Kalender erinnert uns an Termine oder zu erledigende Dinge. Wer wünscht sich da nicht eine einfache, übersichtliche Orga-Liste, die am besten auch nur an einem Ort existiert? Wir haben die Lösung: Das Bullet Journal!

Bullet Journal

Das Bullet Journal ist ein Trend, der alles das vereint und dabei auch noch produktiv ist. Ganze Instagram-Accounts wurdenbereits diesem Thema gewidmet. Kein Wunder, denn dieser Orga-Trick bringt nicht nur Ordnung, sondern sieht dabei noch grandios gut aus. Ordnung mit Stil eben.

20 Jahre hat der US-amerikanische Designer Ryder Carroll an einem System gefeilt, um möglichst schön und produktiv zu organisieren – so entstand das Bullet Journal.

So legst du dein eigenes Bullet Journal an

Doch wie geht das Ganze jetzt überhaupt? Da haben wir uns natürlich auch gefragt und zugegeben, ein wenig Zeit sollte man sich nehmen um das System zu verinnerlichen. Das Hauptziel ist, für sich selbst den optimalen Weg zu finden, die eigenen Aufgaben produktiv zu organisieren und das kann sehr unterschiedlich aussehen.

Alles was am Anfang gebraucht wird ist ein Stift, ein Lineal und ein Notizbuch. Wie das Buch aussieht ist ganz egal – ob Linien, Kästchen oder weiße Seiten – je nach Belieben kann ein Design gewählt werden. Wichtig ist nur, dass das Buch leer ist und die Seiten nummeriert. Ob die Seiten kunstvoll gestaltet sind oder eher schlicht gehalten, auch das ist einem ganz selbst überlassen.

Schritt 1: Index und Jahreskalender

Die wichtigste Seite des Bullet-Journals wird der Index, also das Inhaltsverzeichnis auf der ersten Seite. Hier spielt sich die gesamte Organisation ab – links werden die Seitenzahlen eingetragen und rechts daneben der Inhalt. Sind alle Seitenzahlen untergebracht, blättere einfach zur nächsten freien Seite und die Index-Inhalte folgen später.

Nach dem Index beginnt dein Jahreskalender. Wie genau dieser gestaltet ist, bleibt jedem selbst überlassen, wichtig ist nur, dass alle Monate auf zwei bis sechs Seiten Platz finden. Je nachdem, was besser für dich passt. Jeder Monat hat freie Zeilen, die später gefüllt werden, doch dafür muss erst einmal der Monatskalender stehen.

Bullet Journal - Kalender l Marketing im Norden.jpg

Schritt 2: Monats- und Wochenübersicht

Nach dem Jahreskalender folgt der Monatskalender. Hierbei ist es wichtig genügend Platz für Notizen zu lassen. Essentiell ist dabei, dass der komplette Monat auf einen Blick sichtbar ist – für uns passt gut eine Doppelseite, links Daten und Tage, rechts Platz für Notizen. Nach der Übersicht folgt die Detailansicht, blättere dafür wieder eine Seite weiter und beginne entweder mit einer Wochenübersicht oder direkt mit den einzelnen Tagen.

Das ist jedem selbst überlassen, wie er es lieber einteilt. Manche mögen es gleich ins Detail zu gehen und stundenweise zu planen – andere brauchen vorher eine Wochenübersicht.

Für die Wochenübersicht am besten wieder eine Doppelseite verwenden. Auf der linken Seite die Tage eintragen und ein bisschen Platz für Notizen lassen. Rechts freilassen für Aufgaben und weitere Anmerkungen. Am Ende der Wochenübersicht ebenfalls ein bisschen etwas freihalten um anstehende Dinge einzuplanen.  Wird später noch erklärt – hier kommen aufgaben rein, die verschoben wurden.

Schritt 3: Mit dem Bullet Journal planen

Loslegen kann man am besten mit der Woche, die direkt vor einem liegt. Dafür die anstehenden Aufgaben und Termine für jeden Tag mit „Bullet Points“ eintragen. Am Ende des Tages kreuzt man erledigte Dinge aus oder auch Termine die ausgefallen sind. Alles was nicht mehr ansteht sozusagen.

Aufgaben, die nicht erledigt wurden, bekommen dieses Zeichen ’’>’’  und werden verschoben. Auf den nächsten Tag, die nächste Woche oder auch den nächsten Monat. Ganz nach eigenem Ermessen. Im Idealfall sollte eine Aufgabe allerdings nicht öfter als drei Mal verschoben werden, so bleibt man produktiv dabei und erledigt auch unangenehme Dinge.

Aufgaben die verschoben werden, kommen unten in den Platz, den wir am Ende der Wochenübersicht reserviert haben. Wenn dann die kommende Woche geplant wird, werden alle Dinge übertragen und eingeplant. Punkte, die auf den nächsten Monat verschoben werden, kommen in das Notizfeld der Monatsübersicht. Sobald die Monatsplanung angegangen wird, werden diese Aufgaben berücksichtigt. So schafft man sich ein individuelles Wiedervorlagesystem.

Bullet Journal planen l Marketing im Norden

Bullet Journal: Dank Index den Überblick behalten

Wenn die Planung soweit steht, kann im Index eingetragen werden, was sich hinter den einzelnen Seiten verbirgt. Zum Beispiel „Jahresübersicht auf Seite 2 – 6“, „Monatsübersicht auf den Seiten 7 – 8“ und so weiter. Sollte man im Bullet Journal kreativen Freiraum benötigen – für Rezepte, Geschenkideen oder Projektbrainstorming – kann das gerne eingeplant werden.

Die nächste Wochenplanung startet dann einfach ein paar Seiten später und vorne im Index wird eingetragen, was auf den jeweiligen Seiten passiert. So geht auch nie eine Idee verloren.

Auch kann man auf freien Seiten nach der Wochen- oder Monatsplanung eine Art Fazit für sich ziehen: Was war gut? Was war schlecht? Was soll beim nächsten Mal anders laufen? Hat man eine wichtige Erkenntnis gewonnen? Der Kreativität sind hier keine Grenzen gesetzt.

Unser Fazit zum Bullet Journal – wir können nicht mehr ohne und es ist ein super Gefühl zu wissen, dass alles was einen beschäftigt in einem Buch steht. Das sorgt neben Ordnung und produktiverer Planung auch für Entspanntheit.

Wer es lieber noch einmal in Video-Version erklärt haben möchte – hier das Tutorial „How to Bullet Journal“.

 

 

 

 

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