Heute passiert alles online. Braucht man da noch klassische Werbung?

Heute passiert alles online Braucht man da noch klassische Werbung

Content Marketing, SEO, Klicks und Conversions: Für Werbetreibende steckt das Internet voller Möglichkeiten – es stellt sie aber auch vor neue Aufgaben.

Wer Zeit, Budget und Ressourcen sinnvoll einsetzen will, wird vor die Frage gestellt, wo er seine Werbung konzentriert: Im Netz? In klassischen Medien? Oder möglichst überall?  Eines vorweg: Mit diesem Beitrag können die jeweiligen Vorzüge von Online- und Offline-Marketing nur ansatzweise beleuchtet und abgewogen werden. Die Frage, welche Werbestrategie für Sie und Ihr Unternehmen die Richtige ist, klären Sie am besten in einem ausführlichen Gespräch mit einem Mediaberater: Er kennt alle Marketing-Kanäle und weiß, wie Sie Ihr Marketingbudget sinnvoll verteilen.

Dennoch lohnt es sich natürlich, mit entsprechendem Wissen ausgestattet in ein solches Gespräch zu gehen. Lassen Sie uns also sehen, was das „Neuland“ sowie die gute alte Werbewelt für Sie leisten können!

PR leicht gemacht - Kostenloses Whitepaper inkl. Checkliste

"Es kommt auf die Zielgruppe an"

Zu wissen, wen Sie mit Ihrer Werbebotschaft erreichen wollen, ist ohnehin das A und O Ihrer Kommunikationsstrategie.

Auf den ersten Blick scheinen Sie im Internet alle Bevölkerungs- und Altersschichten zu erreichen; es gibt aber deutliche Unterschiede, was Akzeptanz und Vertrauen betrifft. Während das Netz für „Digital Natives“ oft die einzige Informationsquelle ist, muss sich dieses Medium bei den Späteinsteigern erst das hohe Maß an Reputation erarbeiten, die Print, TV und Radio schon lange inne haben.

"Es kommt auf das Produkt an"

Ist das, was Sie zu verkaufen haben, gerade total angesagt? Ist es erklärungsbedürftig? Und wie ist die Wettbewerbssituation? Die Produkt- und Markeneigenschaften entscheiden darüber, wo Sie präsent sein sollten.

Einige Beispiele:
Klassische Verbrauchsartikel sind in Print und Radio ideal aufgehoben. Die Anzeige in der Tageszeitung animiert vielleicht dazu, noch den Einkaufszettel am Küchentisch zu erweitern, und auch der Radiospot oder das Großflächenplakat auf dem Arbeitsweg sind geeignet, um Kaufentscheidungen zu beeinflussen.

Eine junge, trendige Modemarke dagegen kann hervorragend im Netz gestärkt werden; hier lässt sich zum Beispiel mit Content Marketing eine loyale Kundengruppe aufbauen.

Oder: Ein unternehmenseigener Blog kann dabei unterstützen, die vielfältigen Einsatzbereiche eines neuartigen Elektrowerkzeugs zu beschreiben, während der Tag der offenen Tür eines Baumarkts im Radio ein großes Publikum erreicht. 

"Es kommt auf das Werbebudget an"

Klassische Werbung und Online-Werbung unterscheiden sich nicht zuletzt in ihren Preismodellen.

Auf den ersten Blick liegen dabei digitale Kampagnen weit vorne: Bei Google Adwords zum Beispiel zahlt man per Klick und kann ein Tagesbudget festlegen, und bei Facebook lassen sich Werbebotschaften millionenfach zum günstigen Preis verbreiten.

Im Vergleich dazu erscheint die Kosten-/Nutzen-Relation klassischer Werbung eher ungünstig.

Aber: Einfache Textanzeigen oder Banner scheitern oft daran, dass das Netzpublikum anspruchsvoll – und zudem nicht selten mit Werbeblockern ausgerüstet – ist. Das bedeutet: Einfache Internet-Anzeigen und Banner werden ignoriert. Während man in der Zeitung eine Anzeige selbst beim Überblättern kurzzeitig wahrnimmt, filtert sie das Auge (oder die Technik) im Netz viel schneller aus.

Wer im Netz eine wirksame Rolle spielen möchte, sollte dort alle relevanten sozialen Plattformen bespielen und auf professionell produzierten (und damit leider auch  meist teuren) Content achten. Ein „Influencer“, der für die eigenen Produkte wirbt, kann sicher auch nicht schaden, kostet aber wiederum Geld.

Und vergessen Sie keinesfalls: Das Internet ist auch als Werbemedium keine Einbahnstraße. Sie müssen also die Kommentare im Griff haben und gegebenenfalls moderieren.

So gilt on- wie offline, bei klassischer Werbung wie bei sozialen Medien und im Internet: Um Nutzen und Wirkung einer Werbekampagne auf ein hohes Level zu heben, sind stets hoher Aufwand und professionelle Unterstützung nötig.

"Es kommt auf einen Versuch an"

Das ist das wirklich Schöne an „nicht-klassischer“ Werbung: Sie können es auf einen Versuch ankommen lassen.

Ein AdWords-Konto ist zügig eingerichtet und mit wenigen Euro ist Ihre erste Anzeige im Netz geschaltet. Dazu kommt, dass Ihnen hier umfangreiche Analysetools geboten werden, mit denen Sie prüfen können, wie sich Interessenten verhalten haben, nachdem sie auf Ihr Angebot geklickt haben.

Testen Sie es also: vielleicht ist ja gerade Ihr Produkt wie geschaffen für Kundenansprache abseits der klassischen Werbung!

Die Überraschung zum Schluss

Es klingt paradox, aber: Wer heutzutage noch mit seiner Marketingbotschaft so richtig auffallen möchte, kann dank des riesigen Betätigungsfelds der klassischen Werbung mehr Aufmerksamkeit erregen als in allen digitalen Kanälen. Das zeigt das so genannte „Guerilla Marketing“ mit seinen oft fulminanten Aktionen.

Der Grund ist klar: Nur in der „echten Welt“ kann man Kampagnen starten, die alle Sinne ansprechen.  Andererseits findet das Leben eben auch im Netz statt – und was viel wichtiger ist:
Auch Ihre (potenziellen) Kunden verbringen dort einen Gutteil ihrer Zeit.

Zusammenfassendlässt sich also sagen: Die Frage, ob man klassische Werbung noch braucht, stellt sich genauso wenig wie jene, ob man auch im Netz werben sollte. Um Ihre Kunden wirklich zu erreichen, kommen Sie gar nicht umhin, beides zu nutzen. Die Gewichtung jedoch hängt von Zielgruppe, Produkt und Budget ab.

Jetzt Whitepaper

Titelbild: © Marco2811 /  Fotolia
 Kategorien: Werbung Online Marketing