Überzeugung ohne Worte – Körpersprache im Verkauf

Sie haben sich immer schon gefragt, warum manche Kunden sich auch durch die kompetenteste Beratung nicht von Ihrem Produkt überzeugen lassen? Eventuell könnte es an Ihrer Körpersprache liegen. Wir haben einige Tipps, wie Sie Ihre Gestik im Verkaufsgespräch verbessern können. Ueberzeugung ohne Worte  Koerpersprache im Verkauf

Geringe Erfolgsquote: Bin ich ein schlechter Verkäufer?

Die Antwort lautet: NEIN!

Denn was Sie vielleicht einfach nicht beachtet haben: 80 % der gesamten Kommunikation werden ausschließlich über die Körpersprache, Mimik und Gestik gesteuert. Um mit Ihrem Auftreten Sympathien bei Ihrem Gegenüber zu wecken, haben Sie exakt sieben Sekunden Zeit. Ein fester Händedruck und ein stabiler Stand zeugen schon bei der Begrüßung von Selbstbewusstsein und Überzeugung.

Mimik richtig verstehen will gelernt sein

Im Gespräch spielt die genaue Beobachtung der Basisemotionen und Reaktionen Ihres Gegenübers eine große Rolle:  Jeder Mensch zeigt für Bruchteile von Sekunden winzige Mikroexpressionen in seiner Mimik, die er nicht steuern kann. Sie müssen also schnell sein, denn rund 43 Gesichtsmuskeln bieten eine Menge Interpretationsmöglichkeiten. Zuckt Ihr Kunde als Reaktion auf Ihr Angebot mit dem Mundwinkel nach oben, können Sie sicher sein, dass er Ihr Angebot nicht sehr ernst nimmt. Bilden sich dagegen beim Lächeln kleine Fältchen um die Augen (nicht altersbedingt versteht sich), dann hat er ehrliches Interesse an Ihrem Angebot und spielt es Ihnen nicht nur vor.
Durch gezielte Beobachtungen können Sie Ihre Gesprächsstrategie direkt an die Reaktionen Ihres Kunden anpassen und zum Beispiel von einem ungeeigneten Produkt direkt zum nächsten übergehen.

Gesten imitieren – der Geheimtipp für Sympathie

Jeder Mensch fühlt sich unterbewusst bestätigt, wenn sein Gegenüber im Gespräch die gleiche Körperhaltung annimmt wie er. Ihr Kunde beugt sich nach vorne? Tun Sie es auch. Sie werden sehen, er wird sich mit der Zeit immer mehr entspannen und verstanden fühlen. Ob Ihr Kunde wirklich mit Ihnen sympathisiert merken Sie daran, dass er den Spieß unterbewusst umdreht und sich auch Ihrer Haltung anpasst.

Sitzen Sie Ihrem Kunden zudem immer frontal gegenüber. Eine seitlich geneigte Körperhaltung suggeriert unterbewusst Abneigung – und Sie wollen Ihrem Gesprächspartner ja schließlich nicht die kalte Schulter zeigen, oder? Ebenso verhält es sich mit offenen Händen: Sie  verdeutlichen, dass man Ihnen das Vertrauen wörtlich in die Hände legen kann.

Ihr Kunde verrät Ihnen den richtigen Gesprächszeitpunkt – auch ohne Worte

Sie sind gerade unterwegs und haben zwischen zwei Terminen Zeit für einen kleinen Spontanbesuch bei einem Kunden, den Sie schon seit Längerem mal wieder kontaktieren wollten? Kann klappen, muss aber nicht.
Ihr Kunde ist nicht vorbereitet, kommt schlimmstenfalls gerade aus dem Urlaub und ist mit den Gedanken womöglich noch ganz woanders.

Kann er bei Ihrem Zusammentreffen Ihren Blick kaum halten? Wandert er mit den Augen durch den Raum oder verkrampft die Hand in der Hosentasche? Sorry, keine Chance. Halten Sie ein wenig Smalltalk und verabschieden sich freundlich, mehr ist heute einfach nicht drin.

Besser: Einen Termin machen und den Kunden schon bei der Abstimmung über Ihr Anliegen informieren. So hat er die Möglichkeit, sich in Ruhe vorzubereiten.

Körpersprache als Verkaufsargument?

Fakt ist: Über Sympathie entscheidet unser Gehirn in kürzester Zeit. Durch eine angepasste und kontrollierte Körpersprache können Sie den Erfolg Ihres Gespräches  ganz bewusst steuern. Die genaue Beobachtung der Körpersprache Ihres Kunden ist der Schlüssel zum Erfolg. Lassen Sie sich auf Ihren Kunden ein und erkennen Sie seine Bedürfnisse. Dann steht einem erfolgreichen Abschluss nichts mehr im Wege.

– Ein Artikel von Saskia Beinkämpen –

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 Kategorien: Best Practice