Jobsharing – Arbeitsplatzteilung als Modell der Zukunft?

Zwei Arbeitnehmer und nur ein Arbeitsplatz – das beschreibt Jobsharing wohl am einfachsten. Aber was genau steckt hinter dem Trend? Und ist es wirklich interessanter als Teilzeit? Wir haben uns das mögliche Jobmodell der Zukunft einmal genauer angesehen.

Jobsharing

Fakt ist, dass Jobsharing immer beliebter wird auch bei Männern. Durch das flexible Arbeitsmodell ist es möglich, Arbeitsstellen, die nicht teilzeittauglich sind, auf zwei Personen aufzuteilen. Auch auf Führungsebene wird diese Methode immer öfter genutzt, denn die gebündelte Kompetenz von zwei Personen auf einem Job bringt generell mehr Effizienz. Jeder kann sich voll und ganz auf die Aufgaben konzentrieren, die ihm am meisten liegen und die ihm die größte Freude bereiten. Arbeitsplatzteilung ist die flexible Arbeit, bei der man trotzdem Dinge schafft.

Jobsharing: Vertrauen ist das A und O

Die erste Voraussetzung für diese Art der Arbeit ist eine große Vertrauensbasis zwischen beiden Arbeitnehmern und das Gefühl, sich auf den anderen 100%ig verlassen zu können. Innerhalb des Modells gibt es verschiedene Varianten: Meist verbreitet ist das Modell, bei dem die involvierten Angestellten zu gleichberechtigten Teilen arbeiten und gemeinsam entscheiden, wie sie die zu bewältigenden Aufgaben aufteilen wollen. Dadurch tragen sie auch gemeinsam die gesamte Verantwortung für ihr Tun. Dies gestaltet sich selbstverständlich schwierig, wenn sich die beiden Arbeitnehmer untereinander nicht verstehen.

Arbeitsteilung funktioniert auch standortunabhängig

Ist die wichtige Voraussetzung des gegenseitigen Vertrauens erst einmal geschaffen, ist es sogar möglich, dass Arbeitnehmer nicht am gleichen Standort tätig sind oder im Homeoffice arbeiten. Besonders für große Unternehmen ist dies ein attraktiver Bonus.

Hinzu kommt außerdem der Pluspunkt, dass Schulungen theoretisch nur noch für einen Arbeitnehmer in Anspruch genommen werden müssen, denn der geschulte Mitarbeiter kann sein Wissen an seinen Partner weitergeben. 

Es ist auch ein gutes Modell, um älteren Mitarbeitern die Chance zu geben, ihre Erfahrung gezielt an die jüngere Generation weiterzugeben.

Die Vorteile: Anspruchsvollere Tätigkeiten und höheres Gehalt

Ist Jobsharing dadurch besser als Teilzeit? In beiden Fällen hat die betroffene Person mehr Freizeit und zum Bespiel die Möglichkeit, mehr Zeit mit der Familie oder Freunden zu verbringen. Ein klares Plus für die Work-Life-Balance. Doch während es bei einer Teilzeitstelle nicht möglich ist, in wenigen Stunden eine Vollzeitstelle auszufüllen, ist dies im neuen Modell realisierbar. In der Regel fallen dadurch anspruchsvollere Tätigkeiten an, welche im Umkehrschluss ein höheres Gehalt mit sich bringen als im Falle einer Teilzeitstelle.  Dafür muss allerdings eng mit einem Partner zusammengearbeitet werden - regelmäßige (Online-)Meetings sind Pflicht!

Ein Job für mich? Eine spannende Frage

Alles in allem ist es wichtig, sich persönlich zu fragen, ob man der Typ Person ist, der in dieser Art und Weise arbeiten kann. Man muss verlässlich und gleichzeitig auch in der Lage sein, Aufgaben abzugeben. In der Zukunft wird uns Jobsharing sicherlich noch öfters begegnen und dem einen oder anderen vielleicht seinen Traumjob bescheren.

Ein Artikel von Kim Blauwitz

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 Kategorien: Best Practice