Vom Momlife, Instagram und Kooperationen: Interview mit DieKim

Ich kenne Kim schon seit ein paar Jahren. Wobei – so richtig persönlich kenne ich sie eigentlich nicht. Ich folge ihrem Blog DieKim.de und ihren Social Media Profilen. Wie ich überhaupt auf sie aufmerksam geworden bin, weiß ich gar nicht mehr so genau. Aber über die Zeit ist schon ein vertrautes Gefühl von "die kenn' ich" entstanden – und das hat sich in unserem WhatsApp-Sprachnachrichten-Interview nur bestätigt.

Blog dieKim

"Hallo, meine Liebe!" tönt es mir in der ersten Sprachnachricht von Kim als Antwort auf meine Interviewanfrage entgegen. Eigentlich wollte sie ihr Handy gerade weglegen, denn der Schreibtisch ruft. "Aber ich wollte mich ja sowieso noch bei dir für mein Blog-Logo bedanken, also stehe ich natürlich gerne für ein Interview zur Verfügung!". Und da ich diesen Gefallen selbst fast schon wieder vergessen hatte, freue ich mich umso mehr über diese nette und herzliche Nachricht.

Zwischen Lernstress, Mama-Dasein und Social Media

Kim ist 25, wohnt mit ihrem Mann und den zwei Kindern Gabriel und Emilia (genannt "Mille") in der Rheinmetropole Köln und steckt gerade mitten in den letzten Zügen ihrer Ausbildung zur Drogistin. Und dann ist da natürlich noch die Leidenschaft für's Bloggen: DieKim.de erfreut sich vieler Leser, ihr Instagram-Account hat aktuell über 88.000 Follower und auch auf Snapchat verfolgen immer mehrere Tausend User ihre Erlebnisse.

"Eigentlich bin ich hauptsächlich auf Instagram, damit hat alles angefangen. Dann ist ein bisschen später mein eigener Blog dazugekommen, der eigentlich nur als Online-Tagebuch für meine Kinder dienen sollte", erzählt Kim.

Sie ist Familienmensch durch und durch. "Den Tipp mit dem Aufschreiben unserer Erlebnisse hat mir meine Mutter gegeben. So können sich Mille und Gabriel noch in 50 Jahren durch unsere schönen Bilder und Geschichten klicken und es weckt immer wieder die Emotionen dieser schönen Momente". Erst gestern habe sie sich mal wieder den Blogpost zu ihrer Hochzeit durchgelesen und sich wieder wie vor vier Jahren gefühlt. "Und zum Schreiben per Hand wäre ich zu faul gewesen", lacht Kim.

dieKim Familie

Lifestyle- und Mama-Blog in Einem

Auf meine Frage, was Die Kim denn überhaupt ausmache, antwortet sie: "Ich würde sagen es ist ein Lifestyle-/Mama-Blog. Ich wollte mich einerseits ein bisschen von diesen typischen Mama-Blogs fernhalten, die ihre Kinder wirklich immer in den Fokus stellen". Dennoch gehören ihre Kinder natürlich immer zu ihr.

Andererseits würde es jedoch auch die Mischung mit Mode, Reisen, Freunden und allem drumherum ausmachen. "Ich berichte einfach von meinem Leben und schreibe total gerne. Das schafft auch eine persönliche Ebene". Und damit hat Kim Recht: Ihre Berichte und Erzählungen sind immer authentisch, egal ob es um ihre Ausbildung, das Familienleben, den letzten Städtetrip mit Freunden oder auch das (oftmals leidige) Thema Kooperationen geht.

Leidenschaft ist wichtiger als das Geschäft

"Ich selbst lese übrigens gar keine anderen Blogs", gesteht Kim. Fast alle Blogs, die sie bisher so kenne, dienen ihrer Meinung nach hauptsächlich dem Geschäft. Vor allem bei Modeblogs vermisse sie oft die Leidenschaft: "Die bekommen neue Klamotten, machen ein Shooting, verlinken die Marken und das Ganze läuft dann über Affiliate Marketing, worüber sie dann ihr Geld verdienen. Da fehlt mir total das Persönliche und die Abwechslung."

Klar, dass dadurch der Stolz auf den eigenen Blog wächst. "Das wird glaube ich die schönste Erinnerung von allen später, weil ich es nicht mit der Intention mache, damit Geld zu verdienen, sondern diese Geschichten einfach festhalten möchte."

Das Thema mit den Kooperationen...

"Wenn ich eine Kooperationsanfrage bekomme, ist das Wichtigste, dass es zu mir passt", erklärt Kim. "Das ist ausschlaggebend".

Dabei habe sie auch schon einige unpassende Anfragen bekommen. "Zum Beispiel für einen Test, der die fruchtbaren Tage im Zyklus anzeigt. Das bewerbe ich nicht – so etwas Intinmes muss man einfach nicht mit fast 90.000 Menschen bei Instagram teilen". Auch Sportartikel oder Diätprodukte sind nichts für Kim. "Das passt einfach nicht zu mir".

Auch über diese abgelehnten Anfragen redet sie ganz offen mit ihren Followern. So zum Beispiel über In-Ear-Kopfhörer, die ihr kostenlos angeboten worden sind, regulär aber fast 100 € kosten sollten. "Natürlich hätte ich die Anfrage annehmen und mich über diese richtig guten Kopfhörer freuen können. Aber ich selbst würde niemals so viel Geld dafür ausgeben, wie sollte ich das dann bewerben?".

dieKim Kooperation Seat

Wenn sie richtig verliebt in ein Produkt ist und das Unternehmen auch an einer Langzeitkooperation interessiert ist, sei es das Beste, sagt Kim. "So kann ich das super in meinen Alltag integrieren und davon erzählen. Solche Kooperationen mag ich am liebsten."

Blogger ist nicht gleich Blogger

"Viele Blogger denken schon, sie seien sowas wie Stars", erzählt Kim. "So bin ich gar nicht". Dass sie da so bodenständig ist, verdanke sie vermutlich ihrer Rolle als Mama: "Da kann ich gar nicht abheben, weil mich zwei süße Kinder auf den Boden der Tatsachen zurückholen".

Sich einfach mal mit Followern auf einen Kaffee in der Stadt zu treffen sei doch kein Problem: "Warum auch nicht?". Und nach diesem netten Interview hätte ich auf jeden Fall Lust dazu.

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Titelbild: © diekim.de
 Kategorien: Interview