Guerilla Marketing: Konvention vs. Risiko

Viele träumen davon, nur wenige wagen es. Im Zeitalter des digitalen Wandels wird es beinahe täglich schwieriger, sich von der großen Menge der Werbetreibenden abzuheben. Eine gute, aber nicht immer ganz einfache Lösung kann Guerilla Marketing sein. Wir erklären, was es so besonders macht und warum es funktioniert.

Guerilla Marketing

Jeder, der in einem Wirtschaftsunternehmen beschäftigt ist, wird es kennen: das ökonomische Prinzip. Mit möglichst geringem Aufwand das größtmögliche Ziel erreichen  leichter gesagt als getan. Oder doch nicht? 

Beim Guerilla Marketing geht es genau darum: um bunte Ideen, um außergewöhnliche Umsetzungen, um Mut und Risiko sowie um ungewöhnliche Ansätze. Genauer gesagt geht es bei dieser Art von Werbung um alles oder nichts. 

Guerilla Marketing: Immer die Idee im Fokus

Seinen Ursprung findet die Werbemaßnahme in den 1960er Jahren in den USA. Die Bezeichnung stammt von der spanischen Verkleinerungsform des Wortes "Guerra" (zu deutsch: Krieg). Wie der Name bereits erahnen lässt, wird beim Guerilla Marketing gerne mal übertrieben in jeder Hinsicht!

Etwas ganz Neues ausprobieren? Den Markt ein wenig aggressiver durchdringen? Kein schlechter Ansatz, denn wie oft haben wir den Satz "Das haben wir immer schon so gemacht!" bereits gehört... Wer immer nur tut, was er immer schon getan hat, wird auch immer nur die Ergebnisse erzielen, die er immer schon erzielt hat. Nicht mehr, nicht weniger!

Was ganz einfach klingt, kann aber durchaus auch mal zur ausgewachsenen Herausforderung werden. Wer viel auf sich nimmt, um etwas so wirken zu lassen, als wäre es rein zufällig entstanden, wird sich ungefähr wie jemand fühlen, der sich stundenlang schminkt, um später einen "No-Make-up-Look" zu erzielen.

Ziel ist es, durch Außergewöhnlichkeit so auf sich aufmerksam zu machen, dass Medien darüber berichten und sich die Werbung dadurch viral verbreitet.  Quasi Reichweitenverlängerung ohne zusätzliches Zutun des Werbetreibenden.

Die Mischung macht's: Planung und Spontanität

Nicht immer lässt sich bei der Vermarktung eines Produktes oder einer Dienstleistung auf spontane Impulse zurückgreifen. Daher will auch das Guerilla Marketing wenigstens in den Grundzügen gut geplant sein. Wann soll der Markt durchdrungen werden? Welcher Überraschungseffekt soll bei den Probanden ausgelöst werden? Welche Medien sollen als Multiplikatoren wirken? Dies alles sind Fragen, die es zu klären gilt, bevor es an die kreative Ausarbeitung geht.  

Guerilla Marketing Beispiel Post

(Bildquelle: t3n)

Wenn der Plan funktioniert, wird man mit durchschlagendem Erfolg belohnt. Wenn er nicht funktioniert, bekommt man einmal mehr eindrucksvoll gezeigt, dass Zielgruppen eben doch nicht immer berechenbar in ihrem Handeln sind. 

Genau davon lebt diese Form des Marketings: Sie will überraschen, aufmischen, polarisieren und begeistern! Ähnlich wie bei dem großen Einhorn-Hype im Jahr 2016.

Neue Marketing-Wege gehen: No risk, no fun!

Besonders geeignet ist dieser Vermarktungsansatz für Unternehmen, denen Konventionalität nicht zu sehr am Herzen liegt und die bereit sind, neue Schritte zu gehen, neue Erfahrungen zu machen, auf Risiko zu spielen, neue Zielgruppen zu erschließen und mit Emotionen zu hantieren.

Guerilla Marketing Beispiel NIVEA

(Bildquelle: t3n)

Wer es schafft, sich von der Menge abzuheben und wahre Emotionen zu erzeugen, der verankert sein Produkt mit dem gewissen Etwas in den Köpfen seiner Kunden und bleibt garantiert in Erinnerung.

Ihr wollt es auch ausprobieren? Dann los! Denn wer nichts wagt, wird nichts gewinnen...

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Titelbild: © Pixabay
 Kategorien: Marketing