Mit Google Shopping zum Verkaufsschlager

Googles Produkt-Suchmaschine Google Shopping hat sich mittlerweile zu einem ähnlich bedeutsamen Vermarktungskanal wie eBay und Amazon entwickelt. Sie wollen Ihre Verkaufszahlen steigern und neue Kunden erreichen? Wir zeigen Ihnen, wie Sie mit Google Shopping punkten können.

Mit Google Shooping Zum Verkaufsschlager | Marketing im Norden

Der November und somit auch der Winter haben sich hierzulande breit gemacht. Draußen wird es kälter und ungemütlich, viele möchten mit ihren Weihnachtseinkäufen und -vorbereitungen schon jetzt beginnen. Doch warum sich nach draußen quälen, wenn man Produkte auch ganz bequem vom Sofa aus bestellen kann? Mittlerweile nutzen knapp 40 Millionen Menschen in Deutschland das Internet für das Bestellen von Produkten.

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Preisvergleich: Google Shopping schlägt Amazon

Ebenso nutzen viele Verbraucher die Internetplattform Amazon in dem Glauben, dort den günstigsten Preis zu finden. Doch hierbei liegen sie oftmals falsch. Laut einer aktuellen Studie bietet Amazon nur in 25 % der Fälle den niedrigsten Preis an. Die Händler, die ihre Produkte auf Google Shopping anbieten, sind in 59 % der Fälle preiswerter als bei Amazon. Auch im Vergleich mit den Verkäufern auf dem Amazon Market Place schlagen die Google Shopping-Händler ihre Konkurrenten in 58 % der Fälle. Nur bei rund 16 % unterscheiden sich die untersuchten Produkte preislich nicht.

Ein weiterer Vorteil von Google Shopping liegt darin, dass Internetnutzer auf der Suche nach Informationen zuallererst direkt bei Google starten. Google bietet somit also eine ideale Unterbringungsmöglichkeit, um Ihre Produkte zu platzieren.

Was ist Google Shopping und wo finde ich meine Anzeigen?

In unserem Artikel "Mit Google Werbung zum Online-Erfolg" haben wir Ihnen bereits einen ersten Überblick über die vielfältigen Möglichkeiten der Google Werbung gegeben. Aber was genau ist Google Shopping und was kann ich damit erreichen? Kurz gefasst ist Google Shopping ein Online-Service, um Produkte über die Google-Suchergebnisse zu vermarkten. Voraussetzung dafür ist, dass Sie als Händler über einen eigenen Online-Shop verfügen.

Im Gegensatz zu Google AdWords, worüber ausschließlich textbasierte Anzeigen in den Suchergebnissen ausgesteuert werden, bietet Google Shopping Werbeanzeigen mit Bildern. Sucht ein Verbraucher in der Google Suchmaschine nach einer Marke, einem Produkt oder einer Kategorie etc., tauchen entweder oberhalb oder rechts neben den organischen Suchergebnissen bebilderte Produktanzeigen auf. Des Weiteren kann der Nutzer in den Suchergenissen auch direkt zum Reiter „Shopping“ wechseln.

Google Shopping Screenshot | Marketing im Norden

In den Google Shopping-Anzeigen werden neben dem Produktbild auch Angaben über den Namen des Shopbetreibers, der Preis und die Versandkosten angezeigt. Google Shopping stellt für die Verbraucher also quasi ein Online-Schaufenster zum Produktvergleich dar. Grundsätzlich geht es nicht darum, Produkte direkt bei Google Shopping zu verkaufen, sondern potentielle Kunden schon auf der Google-Suchergebnisseite direkt zu Ihrem Online-Shop zu führen.

Wie platziere ich meine Produkte?

Die eigenen Produkte über die Google Suche zu verkaufen ist einfacher als Sie denken: Sie müssen lediglich einen so genannten Produkt Feed mit allen wichtigen Produktinformationen erstellen. Die folgenden 7 Schritte helfen Ihnen bei der Erstellung und zeigen, was Sie besonders beachten sollten:

Schritt 1: Google Merchant Center Account anlegen

Rufen Sie die Seite https://merchants.google.com/ auf. Hier können Sie sich mit Ihrer bestehenden oder neu angelegten Google Mail-Adresse anmelden. Beachten Sie hierbei, dass jede E-Mail-Adresse nur mit einem Merchant Center verbunden werden kann. Nachdem Sie der Datenschutzerklärung und den Nutzungsbedingungen zugestimmt haben, schickt Ihnen Google eine SMS mit einem Bestätigungscode auf Ihre zuvor eingegebene Handynummer. Geben Sie diesen Code ein. Sie erhalten im Anschluss eine Bestätigungsmail mit einem Bestätigungslink.

Schritt 2: Google Merchant Account einrichten

Nach der erfolfgreichen Bestätigung können Sie Ihren persönlichen Google Merchant Account einrichten. Als Erstes müssen Sie dazu den offiziellen Sitz des Unternehmens eintragen, da nicht in jedem Land die gleichen Anforderungen für Google Shopping-Kampagnen gelten. Als Nächstes müssen Sie nachweisen, dass Sie auch wirklich der Inhaber Ihrer Domain, also Ihrer Shop-Adresse, sind. Dieser Schritt ist notwendig, um Sie vor Missbrauch Ihrer Website zu schützen.

Schritt 3: Inhaberschaft der beanspruchten URL bestätigen

Zur Verifizierung Ihrer Domain-Inhaberschaft gibt es vier verschiedene Optionen:

  • HTML-Datei Upload (Upload der von Google bereitgestellten Datei auf Ihrem Server)
  • HTML-Tag implementieren (Hinzufügen des von Google bereitgstellten Meta Tags auf Ihrer Startseite)
  • Google Analytics (Implementierung des asynchronen Analytics Codes)
  • Google Tag Manager (Implementierung des Container Snippet vom Tag Manager und die dazugehörige Container-ID auf Ihrer Website)

Schritt 4: Google AdWords Konto verknüpfen

Um Ihr Google AdWords Konto mit dem Merchant Center Account zu verknüpfen, müssen Sie lediglich die Nummer des AdWords Kontos eingeben und eine Verknüpfungs-Anfrage senden. Diese können Sie anschließend im AdWords-Konto bestätigen. Durch die Verknüpfung beider Kanäle kann Ihr AdWords-Konto auf den entsprechenden Shopping Feed aus dem Merchant Center zugreifen.

Schritt 5: Produkt Feed aus dem Shop System ziehen

Ein Produkt Feed existiert fast in jeden Online-Shop. Unter dem Bereich Produkte gibt es meist eine Option, um die im Shop aktiven Produkte als Datei zu exportieren. Mithilfe von Excel können Sie diese Datei konvertieren. Mithilfe von Kommas o.Ä. können Sie Produktinformationen voneinander trennen, dieser Feed ist jedoch nicht 1 zu 1 ins Merchant Center übertragbar.

Schritt 6: Google Shopping Feed erstellen

Gehen Sie in Ihr Merchant Center und wählen Sie die Option „+Datafeed“. Jetzt können Sie entweder einen Standard oder einen Testfeed erstellen. Wählen Sie nun den Punkt „Produkte“ als „Feed Typ“ und bestimmen Sie das Land, aus denen Sie die Produkte verkaufen.

Der nächste Schritt bei der Feed-Erstellung ist der Punkt „Google Tabellen“. Hierbei wählt man zunächst aus, welche Google Tabelle man nutzen möchte. Nun erteilen Sie dem Google Merchant Center die Berechtigung, auf die Tabellen in Google Drive zuzugreifen, wo Sie die Feeds für Ihre Shopping Kampagne hochladen.

Schritt 6: Eigenen Produkt Feed bearbeiten

Unter dem Menüpunkt „Feeds“ können Sie Ihren erstellten Feed auswählen und ihn unter „den Feed bearbeiten“ aufbereiten. Jede Zeile in der Tabelle entspricht einem Produkt, die Inhalte der entsprechenden Spalten müssen in den Google Feed übertragen werden.

Als Nächstes müssen Sie die passende Kategorie in die Spalte „Google Produktkategorien“ einfügen.  Eine Übersicht der Kategorien gibt es hier: http://www.google.com/basepages/producttype/taxonomy.de-DE.txt

In das Feld „Price“ ist der Brutto-Preis mit entsprechender Währung einzutragen. Haben Sie nun alle Informationen ausgefüllt, gehen Sie zurück ins Merchant Center und klicken auf „Jetzt abrufen“, damit die Änderungen ins Merchant Center-Konto geladen werden. Ihr Feed wird von Google nur angenommen, wenn alle Produktinformationen vorliegen. Wichtige Angaben sind hier die Spalten „Zustand“ und „Verfügbarkeit“. Sind diese fehlerhaft ausgefüllt, wird das Konto gesperrt.

Haben Sie alle Angaben gemacht und geprüft, können Sie Ihren Testfeed als normalen Produkt Feed hochladen. Die Freigabe kann 1-2 Werktage dauern, da jeder Feed von Google überprüft werden muss.

Was kostet mich das Ganze?

Google Shopping ist anders als sein Vorgänger „Google Base“ kostenpflichtig. Sie als Händler bezahlen jedoch keine Grundgebühr und keinen monatlichen Beitrag für die Teilnahme. Ihre Kosten resultieren aus der tatsächlich erbrachten Leistung, sodass die Einblendung Ihrer Produkte immer kostenlos ist. Das bedeutet konkret: Erst wenn ein Kunde auf ihr Produkt klickt, muss gezahlt werden. Google Shopping nutzt dazu das Cost-Per-Click-Modell (Kosten pro Klick), es gibt jedoch keinen minimalen CPC. Das Ranking in den Suchergebnissen wird basierend auf Bids (Geboten) bestimmt, d.h. je nachdem wie viel Sie als Unternehmen bereit sind, für einen Klick zu bezahlen, verändert sich auch die Auffindbarkeit auf Google.

Je höher also Ihre Bids sind, desto höher werden Sie gegenüber Ihren Konkurrenten gelistet. Ebenso hängt das Ranking wie bei allen Google Produkten von der Produktrelevanz und dem Google Shopping Algorithmus ab. Die Performance Ihrer Google Shopping-Kampagnen kann sich zusätzlich verbessern, wenn Sie andere Google Services wie Google Adwords und Google Remarketing hinzuziehen. Diese Verknüpfung aus mehreren Online-Marketinginstrumenten erhöht nicht nur die Reichweite, sondern hilft auch dabei, unterschiedliche Zielgruppen anzusprechen.

Starten Sie noch heute mithilfe von Google Shopping durch und präsentieren Sie der Welt Ihre Produkte!

– Ein Artikel von Laura Willenborg –

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Titelbild: © pexels.com (bearbeitet)
 Kategorien: Online Marketing