Google Remarketing: Beim Onlineshopping verfolgt

Die meisten von euch werden es kennen, man sucht online nach einem bestimmten Produkt, findet es auch direkt im Shop – doch kauft es nicht direkt. Erst einmal wollte man ja den Preis checken und einfach einmal schauen, wo es verfügbar ist. Dann klickt man sich weiter durchs WWW, liest Blogs, News-Portale und sucht nach Rezeptideen fürs Wochenende: Da! Überall verfolgt uns das Produkt vom Anfang – „Jetzt kaufen!“, „Hier bin ich, nur einen Klick entfernt!“ oder auch ganz dezent als Anzeige  im Text, am Rand, oben, unten, überall – kurz gesagt, man wird das Produkt nicht mehr los! Oder in der Werbesprache: Google Remarketing.

Google Remarketing: Beim Onlineshopping verfolgt
Für Online Shops ein Must-have 

Aus Marketing Sicht eine tolle Sache, hat man das mögliche Kaufpotenzial durch die vorhergehende Suche ja schon bestätigt bekommen – für den Käufer an sich auch gut, er bekommt eine digitale Kaufnotiz gratis geliefert. Doch klar – ihr kennt es selbst – das ist Fluch und Segen zugleich und verleitet ungemein zum Kauf. Somit Ohren auf ihr Markenmacher von Morgen, setzt auf Google-Remarketing, es lohnt sich wirklich. Das beste Beispiel sind doch immer wir selbst, wir arbeiten mit an und um die Materie Marketing und kennen alle Tricks. Trotzdem ertappen wir uns dabei wieder im Onlineshop des Produktes zu landen, wie bei einer offenen Packung Pralinen können wir nicht wiederstehen zuzugreifen und klicken letztendlich auf das begehrte Teil.

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Zielgenaue Online Kampagne in 8 Schritten 

Doch wie genau funktioniert das alles? Es handelt sich hierbei schlichtweg um ein Verfahren des Online-Marketings, bei welchem die Interessen potenzieller Kunden beim Besuch bspw. eines bestimmten Online-Shops möglichst exakt erfasst werden. Diese Infos werden dann in so genannten Remarketing Listen gespeichert. Ist der Kunde dann auf anderen Websites unterwegs, wird ihm ziemlich zielgenau die Google Werbung ausgespielt – wie eben schon erwähnt, das angeklickte Produkt. Im Idealfall klickt der Kunde drauf und kehrt dann wieder zum Shop zurück um den Kauf zu tätigen.

Genau diese Kunden sind natürlich besonders wertvoll, durch das bereits gezeigte Interesse ist die Conversion deutlich höher als beim generellen Online-Marketing. Und wie lege ich jetzt los und welche Produkte bietet Google sonst noch passend dazu an?

Wir haben da ein paar Tipps für euch zusammengestellt:

 

#1 AdWords via Google Shopping

Als erstes solltet ihr via Google Shopping Adwords schalten. So generiert ihr im ersten Schritt neue Besucher und seid auch direkt – nach der klassischen Google Suche – bei einem der wichtigsten Umsatzkanäle für den Online-Handel.

#2 Die passenden Kampagnen 

Habt ihr die im ersten Schritt generierten Besucher erreicht, heißt es jetzt dran bleiben. Schaltet Google Remarketing Kampagnen via Google Shopping und sprecht so gezielt potenzielle Käufer an.

#3 AdWords Textanzeigen schalten und Remarketing Listen stetig füllen

Damit diese Listen nun auch stetig gefüllt sind, heißt es immer noch dranbleiben. Die Google Shopping Kampagne hat nun vorher gezeigt, welche Kategorien, Marken und Produkte am besten performen – schaltet man jetzt klassische Google Textanzeigen werden ständig neue Besucher generiert. Hier sollte man zusätzlich die Suche für Topseller, die Dynamic Search Ads-Kampagnen und den Einsatz von Longtail-Keywords berücksichtigen.

#4 RLSA –Kampagnen fahren um Besucher der Topseller Anzeigen zu erreichen

Natürlich sind nicht alle Besucher der Topseller-Anzeigen auch gleich Käufer – hier kommen die Remarketing Lists für Search Ads-Kampagnen (RLSA) ins Spiel. So können die Top-Besucher noch einmal angesprochen werden. Wenn man als Topseller zum Beispiel „Reebok Sneaker Gold“ gesetzt hat, können die potenziellen Käufer nun über eine RLSA-Kampagne mit einer angepassten Anzeige bei nochmaliger Suche besser abgeholt werden.

#5 Auch auf das GDN Netzwerk setzen

Wenn man sichergehen will die Besucher mit dem Remarketing zu „verfolgen“ sollte man auch auf so genannte Engagement-Seiten setzen, also fremde URLs fern der Google Suche und Remarketing im Google Display Netzwerk (GDN) schalten. Dieses Netzwerk besteht aus diversen Partnerseiten und Serviceseiten von Google – wie z.B. Gmail und YouTube.

#6 Auf die Funktion „Similiar Audiences“ zählen

Die Funktion „Similiar Audiences“ in den Kampagneneinstellungen nutzt die bestehenden Daten der Remarketing-Kampagne, um potenzielle Produktinteressierte zu kategorisieren. Sollte die Kampagne gut performen und es wird eine noch höhere Reichweite angestrebt, ist das absolut zu empfehlen.

#7 YouTube nicht vergessen: AdWords & Remarketing betreiben

Die Reichweite kann noch weiter gepusht werden? Absolut! Am besten setzt man hier auf YouTube, schaltet Adwords und betreibt auch hier Remarketing.

#8 Die Werbemittel an die Customer Journey anpassen

AdWords bietet nicht nur Text, sondern auch Banneranzeigen – der Besucher sollte in jeder Phase der Customer Journey optimal angesprochen werden. Die Gestaltung hängt natürlich ganz vom Besucher bzw. potenziellen Käufer ab – also ob er bspw. die Ware im Warenkorb hat stehen lassen oder er noch am Anfang steht und auf das Produkt aufmerksam gemacht wird, welches er gesucht hat.

Beherzigt man diese acht Steps ist man in Sachen Google Remarketing und auch im generellen Remarketing gut aufgestellt.  

Darüber hinaus – einmal unter uns, es lohnt sich wirklich. Wenn selbst alteingesessene Marketing-Hasen wie wir noch darauf anspringen a la „Ach ja genau! Den Schal brauche ich wirklich, da ist er wieder, offensichtlich will er einfach zu mir!“ – schon fast wie Online-Dating für die perfekten Produkte.  

 

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 Kategorien: Online Marketing