Erfolgreich gründen! Nützliche Tipps für Start-ups

Zalando, Hello Fresh, Clue oder Freeletics – die Liste erfolgreicher deutscher Start-ups ist lang und spätestens seit Beginn der Erfolgsshow „Die Höhle der Löwen“ ist klar: Gründen liegt im Trend! Wir haben für Sie nützliche Tipps rund um das Thema Start-up-Gründung zusammengestellt.

Businessman | Marketing im Norden

Es lockt die Verwirklichung des Traums vom eigenen Unternehmen, von Selbständigkeit, Freiheit und Verantwortung. Doch nicht immer enden Unternehmensgründungen glücklich und gewinnbringend, die Planung und Organisation wird oft unterschätzt.

Der 6-Punkte-Plan für eine erfolgreiche Gründung von Start-Ups

Für alle kreativen Köpfe, die mit dem Gedanken spielen, sich ein eigenes Standbein aufzubauen, kommen hier die wichtigsten Tipps für erfolgreiche Start-up-Gründungen:

  1. Die Idee
    Das Produkt oder die Dienstleistung stellt logischerweise die Basis des Start-ups dar und sollte deshalb gründlich analysiert werden. Handelt es sich um eine ganz neue Idee, fragen Sie sich, ob der Bedarf wirklich besteht und das Angebot tatsächlich umgesetzt werden kann. Haben Sie ein Produkt weiterentwickelt oder möchten ein im Ausland erfolgreiches Konzept auch am deutschen Markt umsetzen? Informieren Sie sich im Vorfeld ausreichend über rechtliche Gegebenheiten und stellen Sie eine Abgrenzung sicher.

  2. Der Businessplan
    Ein transparenter und gut strukturierter Businessplan ist das A & O einer jeden Firmengründung. Mit ihm steht und fällt oft auch die Fremdfinanzierung. Diese Inhalte sollte Ihr Businessplan in jedem Fall enthalten:
    - Informationen über die Gründer und ihre Qualifikationen
    - Ausführliche Beschreibung und Besonderheiten der Idee
    - Chancen & Risiken
    - Finanzierung
    - Rechtsform
    - Organisation
    - Markt- und Wettbewerbsanalyse
    - Marketingkonzept (Strategie, Preispolitik & Werbeplanung)

  3. Die Finanzierung
    Gerade zu Anfang einer Unternehmensgründung sind die Investitionen oft höher als das eigens vorhandene Kapital. Viele Neuunternehmer setzen dabei vor allem auch auf Familienmitglieder und Freunde. Sind Sie auf weiteres Fremdkapital angewiesen, bieten sich neben den klassischen Bankkrediten verschiedene Alternativen und Förderungsmöglichkeiten.

    Finanzierungsmodelle Start-ups | © DSM 2015
    Der Staat fördert Unternehmensgründungen von ALG II Empfängern mit einem sogenannten Gründungszuschuss von bis zu 18.000 Euro. Alle Vorrausetzungen und Antragsmöglichkeiten finden Sie unter http://www.gruendungszuschuss.de/gruendungsfoerderung.html.

    Für Gründer, die kein ALG II beziehen und deren Unternehmen maximal 5 Jahre am Markt ist,  bietet die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) den ERP-Gründerkredit an. Dieser wird für Investitionen, Betriebsmittel oder Erwerb von Unternehmensanteilen in einer Höhe von bis zu 100.000 Euro gewährt. Außerdem vergibt die KfW jährlich den KfW-GründerChampions-Award, bei dem ein Preisgeld von 30.000 Euro winkt. Alle Informationen über die Förderprogramme finden Sie auf www.kfw.de.

    Viele Start-ups setzen auch auf private Investoren. Eine sehr beliebte Alternative bietet dafür das Crowdfunding. Dabei stellen Sie Ihre Idee auf einer Onlineplattform zunächst der breiten Masse vor. Überzeugte Investoren unterstützen Sie dann mit Geldbeträgen, die per Vorauskasse gezahlt werden. In der Regel stellt der Anbieter den Investoren im Gegenzug eine nichtfinanzielle Gegenleistung zur Verfügung, wie beispielsweise eine Erstausfertigung des Produkts oder eine Dienstleistung.

    Werden die Investoren finanziell am Unternehmenserfolg beteiligt, spricht man von Crowdinvesting. Beim Crowddonating erhält der Anbieter das Geld ohne Gegenleistung und beim Crowdlending zahlt er es über eine feste Laufzeit zurück.
    Eine gute Übersicht aller Plattformen und Möglichkeiten verschafft die Website www.crowdfunding.de.

    Nicht nur finanziell, sondern auch mit Erfahrung und eigenem Wissen unterstützen sogenannte Business Angels. Sie kaufen für einige Jahre geringere Anteile einer Firma, werden also Miteigentümer, halten sich jedoch im praktischen Geschäft meist zurück und unterstützen mit Rat und Tat aus dem Hintergrund.

    In größere Anteile investieren Ventures Capitalists. Sie sind demnach an vielen Entscheidungen beteiligt, tragen jedoch auch ein höheres Risiko.

    Fragen Sie sich also zu Beginn, wie viel Kapital sie wirklich benötigen, welche Möglichkeiten in Frage kommen und ob Sie dafür Partner in die Unternehmung und Entscheidungsprozesse aufnehmen möchten .

  4. Die richtige Unternehmensform
    Ob Einzelunternehmen, GbR oder UG - die Rechtsform Ihres Start-ups will mit Bedacht gewählt sein: Denn sie entscheidet nicht nur über Zuständigkeiten, Rechte und Pflichten der Unternehmer oder die Gewinnverteilung,  sondern auch über die Höhe der privaten Haftung, Steuersätze und Gründungsformalitäten.

    Welche Form für Sie die richtige ist, hängt beispielsweise von der Anzahl der Unternehmer und dem erbrachten Eigenkapital ab. Die Online-Plattform fuer-gruender.de bietet neben Informationen zu den einzelnen Unternehmensformen auch einen Rechtsformtest als Entscheidungshilfe an.

  5. Die Arbeitsorganisation
    Organisation ist das A&O für einen erfolgreichen Start. Gerade zu Beginn fallen viele unterschiedliche Aufgaben an, die Sie  zeitgleich bewältigen müssen. Teilen Sie die Aufgaben am besten in Arbeitsbereiche ein. Dazu gehören z.B.:

    - Kundenakquise und Betreuung
    - Marketing und PR
    - Leistungserstellung
    - Vertrieb und Versand
    - Buchhaltung und Steuern

    Machen Sie sich über den Umfang der anfallenden Tätigkeiten bewusst  das richtige Zeitmanagement ist hier ausschlaggebend. Arbeiten Sie allein, bieten sich Coachings und Seminare zu den einzelnen Themenbereichen an. Setzen Sie auch auf Berater oder geeignete Mitarbeiter, gerade im Hinblick auf rechtliche Fragen, Steuern oder Marketing sollten Sie von Beginn an professionell agieren, um folgeschwere Fehler zu vermeiden.

  6. Das richtige Marketing
    Website, Facebook Werbung, Google, Print  Welche Werbekanäle für Ihr Unternehmen die besten sind, hängt  von Ihrer Zielgruppe ab. Dabei spielen Faktoren wie Alter, Bildungs- und Familienstand, Wohnort oder Berufsgruppe eine wichtige Rolle. Haben  Sie Ihre potentiellen Kunden analysiert, lassen Sie sich am besten fachkundig beraten  z.B. von einer Werbeagentur. Denn was bringt Ihnen das beste Produkt, wenn niemand davon weiß? Sparen Sie hier nicht am falschen Ende, denn ein gekonnter Mix aus passenden Werbemaßnahmen zahlt sich am Ende definitiv aus.

Mit Durchhaltevermögen zum Start-up Erfolg

Mit einer guten Idee ist es noch nicht getan – die Gründung eines Unternehmens ist kein Kinderspiel und der Weg oft steinig. Wer von Beginn an auf die richtige Planung setzt, sich informiert und wenn nötig Unterstützung sucht, hat die besten Chancen auf Erfolg.

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 Kategorien: Best Practice