Digitalisierung im Handwerk – ein alter Hut?

Dass die Digitalisierung längst im Handwerk angekommen ist, ist unumstritten. Oder? Ist sie das wirklich? Was ist damit eigentlich genau gemeint? Und wie profitieren Handwerksbetriebe davon? Wie passen alte Tradition und neueste Technik zusammen? Wir haben uns mit dem "Handwerk 4.0" einmal genauer beschäftigt.

Digitalisierung im Handwerk

Mit dem Begriff Digitalisierung sind die Veränderungen gemeint, die bei Prozessen, Objekten und Ereignissen zunehmend mithilfe von digitalen Geräten erfolgen. Hört sich etwas kompliziert an, ein einfaches Beispiel sind aber zum Beispiel die Webseiten von Handwerksbetrieben.

Das Handwerk steht für oft sehr alte Tradition, aber auch für Qualität, für die Nähe zum Kunden und für individuell angefertigte, hochwertige Produkte. Früher lebten Handwerksbetriebe hauptsächlich von der Mund-zu-Mund Propaganda. Heute ist es eigentlich noch genauso, allerdings funktioniert die Werbung von Mund zu Mund nun eher über zahlreiche Internetforen, Bewertungsplattformen uvm.

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In immer mehr Werkzeugkoffern finden sich heute neben Hammer, Pinsel oder Elektrowerkzeugen auch Smartphone und Tablet. So hat auch der Handwerker die Möglichkeit, auf Anfragen sofort zu reagieren – (Online-)Kundendienst heißt das neue Zauberwort. Und das ist gut, denn die Mehrheit aller Suchenden findet ihren passenden Handwerker heutzutage online. Ohne eigene Internetseite bleiben Handwerksbetriebe unsichtbar und schwer zu finden.

Digitalisierung im Handwerk ist noch viel mehr

Mit Digitalisierung im Handwerk sind nicht aber nicht nur Webseiten und die Nutzung von Smartphones gemeint. War ein Handwerker früher für sein Gewerk der Spezialist, ist heute die zunehmende Vernetzung immer wichtiger – und das vor allem digital. Der Handwerker wird heutzutage gemeinsam mit weiteren Gewerken der Rundum-Service-Anbieter für die Kunden.

Die Baustellen- und Büroorganisation wird durch digitale Hilfsmittel zunehmend einfacher, schneller und kostensparender.

  • Heute kann ein Dachdecker zum Beispiel mithilfe einer Drohne Fotos eines Daches machen oder ein Haus mit einem 3D-Scanner ausmessen. Mittels Datenanalyse kann dann ganz einfach die benötigte Anzahl Dachziegel errechnet, bestellt und zum richtigen Zeitpunkt geliefert werden.
  • Ein Maler fotografiert dagegen nur noch mit seinem Tablet eine Fassade und die entsprechende Software ermittelt die zu streichende Fläche, den Materialbedarf und berücksichtigt dabei sogar Fenster und Türen.

Das sind nur zwei Beispiele in einer langen Reihe von Möglichkeiten, die sich Handwerksbetrieben schon heute bieten. Sicher hat nicht jeder Betrieb die Mittel eine solche Software zu erwerben. Doch der Weg geht ohne Frage immer mehr in diese Richtung.

Digitalisierung ist irgendwie ein alter und auch ein neuer Hut

Natürlich ist die Digitalisierung längst im Handwerk angekommen und wird von vielen Betrieben vorteilhaft eingesetzt: auch wenn noch lange nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft sind und sich immer wieder neue Wege auftun werden.

Am Ball bleiben und den Anschluss nicht verlieren ist das, worauf es ankommt! Wofür gibt es (Online-)Profis, die man zu Rate ziehen kann, sollte man sich doch einmal unsicher sein.

Lassen sich auch betagtere Handwerker mit ihren Betrieben auf mehr Digitalisierung ein, haben auch diese eine Chance, in Zukunft zu bestehen. Denn eines ist sicher – ganz ohne digitale Hilfsmittel geht es heute nicht mehr.

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Titelbild: © Pixabay.com
 Kategorien: Best Practice