Content Marketing ist gekommen, um zu bleiben: Warum braucht man Inhalte?

Es gibt Marken, die stehen nicht einfach für Produkte, sondern für ein Lebensgefühl und eine innere Einstellung. Ihre Käufer identifizieren sich mit ihnen und werden zu Fans. Ihre Zielgruppen sind Communities aus Gleichgesinnten.

Kurz: Diese Marken haben es geschafft, sich dauerhaft in den Köpfen (und auch Herzen) zu etablieren. Aber wie?

Content MarketingDie Zeiten sind vorbei, in denen man nur einige Radiospots, TV-Werbung, Anzeigen oder andere Vertreter klassischer Werbung schalten musste, die im Grunde genommen lediglich die Botschaft „Kauf mich!“ in unterschiedlichstem Gewand transportierten.

Was bei Supermarkt-Prospekten und preisorientierter Reklame noch zweckmäßig erscheinen mag, funktioniert gerade bei hochpreisigen und/oder trendigen Gütern schon lange nicht mehr.

Content Marketing ist vom Hype zum unverzichtbaren Marketing-Instrument geworden. Wir zeigen, woran das liegt und wie auch Sie mit Content, also Inhalten, für Kundenloyalität sorgen.

Warum hat Content eine so große Bedeutung?

Produkte sind heutzutage austauschbar geworden und Innovationen werden dank moderner Produktionsmethoden immer schneller imitiert. Um sich vom Wettbewerb abzugrenzen und Kunden dauerhaft zu binden, genügt die Differenzierung mittels Produkteigenschaften nicht mehr.

Also muss ein starkes Image her – und das wird am besten durch Inhalte aufgebaut. Ein besonders eindrucksvolles Beispiel ist Red Bull: Bereits bei seiner Markteinführung handelte es sich um ein Me-too-Produkt, und ihm folgten zahlreiche weitere Energy Drinks als Nachahmer.

Der Unterschied: Red Bull baute sich von Beginn an eine treue Anhängerschaft in der Clubszene und bei alternativen Sportarten auf. Heute ist die Marke Red Bull eng verknüpft mit Sportevents und Action – und wurde außerdem unter den Energy Drinks zu einem Begriff wie Maggi für Suppenwürze.

Menschen lieben Geschichten

Es gibt Marken, die haben schon durch ihre Historie ein enormes Image. Denken Sie nur an Burberry, die den Trenchcoat erfunden haben, oder an das Unternehmen Steiff, dem wir den Teddy zu verdanken haben.

Solche Geschichten haben natürlich nicht alle Unternehmen zu erzählen. Das muss aber kein Nachteil sein: Mit gelungenem Content Marketing kann man eine ganz neue Geschichte schreiben oder sich sogar gänzlich neu erfinden.

Richten Sie einen Unternehmensblog ein, bespielen Sie die Social Media-Kanäle und versorgen Sie Ihre (potentiellen) Kunden mit hochwertigem Content. Das können Mitarbeiter aus der Kommunikationsabteilung oder auch externe Dienstleister für Sie erledigen.

Wichtig ist nur: Bleiben Sie authentisch und behalten Sie stets im Auge, was die Menschen interessieren könnte, die Sie gerne als Fans und Kunden hätten. Denken Sie beim Content nicht ans Verkaufen – das kommt meist ganz automatisch im nächsten Schritt, ganz im Sinne von funktionierendem Inbound-Marketing.

Mehrwert, Information, Unterhaltung und Sympathie: Darum geht es beim Content Marketing. Aber wie setzt man das konkret um? Diese Beispiele inspirieren.

Übrigens: Sinnvoll für die Verbreitung Ihres Contents kann es sein, Ihre Marke und/oder Ihr Produkt einem so genannten Influencer vorzustellen, der diese dann wiederum weiterempfiehlt. Mehr dazu erfahren Sie hier.

Vergessen Sie auch nicht die Werbekanäle, die sich schon lange für die Verbreitung von Geschichten und Informationen bewähren – etwa Radio, TV oder Kino. Hier können Sie auf Ihren Content aufmerksam machen und die Reichweite durch Querverbindungen zwischen den Medien erhöhen. Ihr Mediaberater ist hier eine wertvolle Unterstützung.

Auch Google liebt Geschichten.

Content Is King – das gilt auch für die Suchmaschinenoptimierung. Denn das Google Ranking lässt sich dadurch verbessern, dass man seine Website mit regelmäßigen Blog-Einträgen ständig aktualisiert.

Und: Auch Google achtet auf Content! Eigens generierte, für die User interessante Inhalte werden deutlich besser bewertet als allgemeine Marketing-Aussagen. Nutzen Sie dieses Potential, das in Content steckt, um Ihre Website nach vorne zu bringen!

Ihre Kunden lieben die Wahrheit.

Ein Rat noch zum Schluss: Wie so viele Instrumente im Marketing lässt sich auch das Prinzip des Content Marketing überreizen, was zu Misskredit bei der erwünschten Zielgruppe führen kann.

Ein Beispiel ist Corporate Publishing, das seine Ursprünge in Public Relations hat und jetzt als ein Aspekt des Content Marketing genutzt wird. Dass man die Bemühungen von Unternehmen, redaktionellen Content anzubieten, auch kritisch betrachten kann, zeigt ein Artikel in der SZ vom 8.6.2016.

Geben Sie also Ihren Interessenten im Content immer wieder Hinweise darauf, dass sie es hier schon erstrangig mit Unternehmensmeldungen zu tun haben.

Ehrlichkeit war schon immer eine gute Basis für Kundenloyalisierung!

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 Kategorien: Online Marketing