Von Außenwerbung bis Zeitschriften – So wählen Sie die richtigen Werbeträger

Es gibt eine Vielzahl an möglichen Werbeträgern, um die Produkte und Dienstleistungen eines Unternehmens zu platzieren. Da zwingt einen das große Medienportfolio zur berühmt berüchtigten Qual der Wahl: Ist Online-Werbung für mein Angebot sinnvoll? Kann ich es mit Social Media ins rechte Licht rücken? Oder sollte ich direkt in TV-Werbung investieren? Und was ist eigentlich mit der guten, alten Printwerbung? 

Auswahl-Werbeträger.jpg

Die Entscheidung für die richtigen Werbekanäle und -träger ist ein wichtiger Bestandteil der Kampagnenplanung. Wir zeigen Ihnen, welche Schritte Sie bei der Auswahl unbedingt beachten sollten, um im Bereich Printwerbung am Ende wirklich erfolgreich zu sein.

Setzen Sie sich konkrete Ziele!

Na, was wollen Sie denn nun eigentlich? Nein, das ist keineswegs so provokant gemeint wie es sich vielleicht anhört. Aber so einfach ist es genauso wenig. Die Definition eines konkreten Ziels ist der erste Schritt zur Wahl der passenden Medien für Ihre Werbung, den vor allem kleinere Unternehmen oftmals vernachlässigen.

Denn bevor Sie überhaupt zur Tat schreiten, Werbeträger auswählen, Ihr Budget verteilen und die inhaltliche Ausgestaltung Ihrer Werbung in Angriff nehmen, sollten Sie sich bewusst machen, was Sie mit Ihrer Kampagne überhaupt bewirken möchten.

Ist es die Gewinnung von Neukunden? Eine Umsatzsteigerung von 5 % in den nächsten 2 Monaten? Ein besseres Image? Oder doch längere Kundenlebenszyklen? Das alles ist möglich. Und je konkreter das Ziel, desto besser für Ihre Mediaplanung.

Above-the-line oder Below-the-line?

Ähm, bitte was? Die erste Entscheidung in Sachen Werbeträger hört sich tatsächlich komplizierter an als sie ist. Kommunikation lässt sich im Marketing in zwei Kategorien aufteilen: Above-the-line und Below-the-line. 

Unter Above-the-line Kommunikation versteht man die klassische Art der Werbung, die direkt als solche erkennbar ist und die sich in der Regel an eine große, schwer abzugrenzende Zielgruppe richtet. Dazu gehören also alle "traditionellen" Werbeträger: Printmedien, Hörfunk und Fernsehen, Out-of-Home-Werbung (Außenwerbung) sowie klassische Online-Banner.

Hingegen ist die Below-the-line Kommunikation auf kleinere Zielgruppen ausgerichtet und spricht diese persönlicher bzw. direkter an: Messen, Event-Marketing, Öffentlichkeitsarbeit, Sponsorings aber auch Social Media Marketing lassen sich zu diesem Bereich zählen.

Möchten Sie also eine breite Masse ansprechen und sind bereit, ggf. Streuverluste in Kauf zu nehmen, oder gibt es nur einen kleinen Adressatenkreis für Ihre Werbung, der einer ganz speziellen Ansprache bedarf?

Die Bewertung potentieller Werbeträger Jetzt geht's ans Eingemachte!

Sie sind sich also im Klaren, welches Ziel Ihre Kampagne hat und in welche Richtung die Kommunikation gehen soll. Und nun?

So weit, so gut. Nun gilt es, einzelne Werbekanäle miteinander zu vergleichen dabei helfen folgende Kriterien:

  • Zielsetzung: Eignet sich das Medium zur Erreichung meiner Ziele?
  • Zielgruppe: Ist meine Zielgruppe überhaupt unter den üblichen Nutzern dieses Mediums zu finden? Wie ist das Image dieses Mediums?
  • Reichweite: Genügt die Anzahl der Personen, die ich über diesen Kanal erreichen kann?
  • Gestaltung: Wird ausreichend gestalterische Möglichkeiten, um meine Werbebotschaft zu verdeutlichen, geboten?
  • Zeit: Ist das Medium zeitlich schnell und flexibel einsetzbar?
  • Einfluss: Kann ich als Werbetreibender die Kommunikation ausreichend beeinflussen (z.B. die Belegung von Plakatwerbung)?
  • Feedback: Ist es möglich, mit den Empfängern meiner Werbung in Interaktion zu treten?
  • Kosten: Kann ich die Kosten zur Nutzung dieses Kanals überhaupt mit meinem Mediabudget abdecken?

Anhand dieser Leitfragen lassen sich die unterschiedlichen Werbeträger gut im Hinblick auf die eigene Kommunikationsstrategie gegenüberstellen und bewerten. Besonders der letzte Aspekt spielt für einen Großteil der Werbetreibenden die tragende Rolle in der Mediaplanung.

Die Werbeausgaben Deutschlands im Vergleich

Auch wenn besonders die Kosten bei der Auswahl von Werbeträgern ausschlaggebend sind, setzen viele Unternehmen auf die oft kostenintensiven Massenkommunikationsmittel. Sie wollen auf diesem Weg eine möglichst große Reichweite für Ihre Werbebotschaft erreichen. Rund 25 % des Gesamtwerbebudgets fließen in klassische Werbung.

Deutlich wird die Bedeutung der traditionellen Werbemittel auch bei der Betrachtung der Umsatzentwicklung der Werbeträger: Von insgesamt 15,2 Mrd. Euro floss 2015 fast ein Drittel der Mediabudgets hierzulande in TV-Werbung, etwa genauso viel investierten Werbetreibende in der Summe auch in Tageszeitungen und Anzeigenblätter. 

Im Vergleich dazu wirken die für die kommenden Jahre prognostizierten Umsätze für Social-Media-Werbung fast schon wie Peanuts: Gut 700 Mio. Euro werden  zusammengerechnet für Desktop- und Mobilwerbung für das Jahr 2021 vorhergesagt.

Die Qual der (Werbeträger-)Wahl

Sie sehen: Für die  passende Auswahl benötigt es nicht nur ein angemessenes Budget, sondern auch das dazugehörige Know-How. Wer will schon Geld in Kommunikation investieren, ohne seine gesetzten Ziele zu erreichen und Erfolge zu sehen?

Aber keine  Sorge: Sie müssen da nicht alleine durch Agenturen aus der Region stehen Ihnen beratend zur Seite und unterstützen Sie in der Gestaltung und Umsetzung Ihrer Mediaplanung.

Facebook-Marketing für KMU

Titelbild: © pexels.com
 Kategorien: Printwerbung