Anzeigen gestalten: Keine zweite Chance für den ersten Eindruck

Beim Durchblättern von Zeitungen, Zeitschriften, Magazinen & Co. können sie entweder direkt ins Auge fallen oder aber untergehen: Anzeigen. Bei der Gestaltung dieses vielfältigen Werbemittels gibt es einige Do's und Dont's zu beachten, um die optimale Wirkung bei den Leserinnen und Lesern zu garantieren.

Anzeigen gestalten

AIDA sind doch diese Kreuzfahrtschiffe, oder?

Ja, das stimmt schon  aber hier ist im ersten Schritt etwas ganz anderes gemeint. Die Wirkung eines Werbemittels lässt sich chronologisch in die Stufen A, I, D und A gliedern. Klingt komisch, ist aber einer der wichtigsten Merksätze eines jeden Gestalters und somit auch bei der Gestaltung deiner Printanzeigen unbedingt im Blick zu behalten:

  • A = Attention
    Die Anzeige wird wahrgenommen.
  • I = Interest
    Sie weckt das Interesse des Betrachters.
  • D = Desire
    Sie erzeugt das Verlangen nach dem beworbenem Produkt oder der Dienstleistung.
  • A = Action
    Der Betrachter der Anzeiger wird zum Kunden  er kauft das beworbene Produkt.

Wenn du es schaffst, alle vier Stufen des AIDA-Prinzips mit deiner Anzeige zu bedienen, steht deinem Werbeerfolg garantiert nichts mehr im Weg. Anzeigen gestalten leicht gemacht! Aber Moment mal... ist Printwerbung wirklich so simpel?

Es gibt nur einen ersten Eindruck

Ganz so trivial ist das Ganze dann doch nicht. Ein Werbemittel steht schließlich immer irgendwie in optischer Konkurrenz: Sei es zu Artikeln, anderen redaktionellen Inhalten oder einfach zu anderen Anzeigen. Um da den Kampf um die Aufmerksamkeit der Leserinnen und Leser zu gewinnen, solltest du aus der Menge hervorstechen.

Mehr ist mehr  aber auch teurer

Vor allem kann eine Anzeige durch Größe auffallen. Zum Einen gibt es auf diese Weise natürlich weniger Platz für die Konkurrenz, zum Anderen hat man in der Gestaltung so mehr Raum für Informationen und ausgefallene Designs. Da Anzeigen allerdings vor allem nach ihrer Größe berechnet werden, ist es wichtig, hier die Mitte zwischen "so groß wie möglich" und "so kostenintensiv wie nötig" zu finden. Einen Überblick der gedruckten Werbeträger haben wir dir ja bereits zusammengestellt – er hilft, das richtige Printmedium für deine Anzeige auszuwählen.

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte

Dieser Grundsatz gilt auch für die Anzeigengestaltung. Bilder sind wahre Eyecatcher! Sie fangen die Blicke der Betrachter ein und werden als erstes wahrgenommen. Dabei werden sie vom Gehirn ganz automatisch sofort verarbeitet viel schneller noch als jeder Text. Im gleichen Moment, in dem der reine Bildinhalt analysiert wird, wird auch eine Emotion ausgelöst.

Und genau diese kann für die Werbewirkung Gold wert sein, denn je stärker die ausgelöste Emotion, desto höher auch die Wahrscheinlichkeit, dass das Motiv im Gedächtnis haften bleibt. Wichtig ist dabei, dass sich das gewählte Bild deutlich vom Hintergrund der Anzeige abhebt und das Motiv auf den ersten Blick zu erkennen ist.

Farbe bekennen

Trau' dich was! Denn Farbe ist ein weiterer optischer Reiz, der nicht zu unterschätzen ist, und transportiert darüber hinaus verschiedenste Bedeutungen: Rot kann für Liebe, aber auch für Aggressivität stehen, Gelb wird mit Lebensfreude, aber auch mit Neid assoziiert. Wenn das Corporate Design deines Unternehmens es also hergibt, teste ruhig mal, wie kräftige Farben die Wirkung deiner Anzeige verändern können. Du wirst überrascht sein!

Auch bei Anzeigen ist Content King

Wenn du es geschafft hast, die Aufmerksamkeit der Leserinnen und Leser mit der richtigen Größe, einer coolen Bildwahl und ordentlich Farbe auf deine Anzeige zu lenken, geht es um die Wurst – den Inhalt.

Dabei ist es wichtig, dass die Headline möglichst aussagekräftig ist. Sie verlängert die Aufmerksamkeit und bindet den Betrachter somit an die Anzeige. Dabei kann sie als einfache Aussage ("Wir haben die besten Autos."), als Ausruf ("Wir haben die besten Autos!"), als Appel ("Kaufen Sie bei uns die besten Autos!") oder aber auch als Frage formuliert sein ("Wollen Sie die besten Autos nicht auch mal probefahren?"). Der Texter-Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt, wobei die ideale Headline aus fünf bis acht Wörtern besteht.

Während es für die Headline also am besten kurz und knapp (und somit prägnant) gehalten wird, darf es für den Fließtext gerne etwas mehr sein. Hier sollen die Leserinnen und Leser schließlich alle relevanten Informationen zu Produkt, Dienstleistung und/oder Marke finden. Aber Achtung: Bandwurmsätze solltest du unbedingt vermeiden. Am einfachsten verständlich sind Sätze mit maximal 12 bis 13 Wörtern.

Vergiss die Typo nicht

Wenn es dann an das Feintuning deiner Anzeige geht, steht die Typographie, also die Auswahl und Ausgestaltung der Schrift, ganz im Fokus. Die Lesbarkeit der Informationen in der Anzeige ist das A und O, also solltest du folgendes beachten:

  1. Nutze insgesamt am besten nicht mehr als zwei verschiedene Schriftarten.
  2. Besonders gut eignen sich serifenlose, gradlinige Schriften.
  3. Eine Mindestschriftgröße von 9 pt. solltest du nicht unterschreiten.
  4. Farb- und Helligkeitskontraste der Schrift zum Hintergrund sollten stark genug sein.
  5. Lass Zeilen und Textabschnitte nicht zu lang werden, mach stattdessen genügend (sinnvolle) Absätze.
  6. Die Absätze sollten übersichtlich gesetzt werden, Hervorhebungen lenken dabei die Aufmerksamkeit.

Anzeigen gestalten, fertig, los!

Mit diesen Basics kannst du also direkt loslegen und deine Anzeigen gestalten. Mit AIDA im Hinterkopf (nein, immer noch nicht das Kreuzfahrtschiff), steht dem erfolgreichen Werben in Printmedien nichts mehr im Weg.

Ach ja: Solltest du trotz alledem doch lieber eine Agentur für die Gestaltung deiner Printwerbung beauftragen wollen, gibt es hier einen kleinen Exkurs in Sachen 1x1 der Anzeigengestaltung für deinen Dienstleister.

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Titelbild: © pixabay.com
 Kategorien: Printwerbung