Webdesign: 5 Tipps für den passenden Webfont

Beim Thema Schriften im Webdesign hat sich in den letzten Jahren einiges getan: Allein über 800 Google Fonts stehen online zur kostenlosen Verwendung auf Websites bereit. Wir haben einige Tipps zusammengestellt, die dir dabei helfen, aus der großen Auswahl die passende Schrift für deine Website zu finden!

 Die passende Webfont

Trendy? Verspielt? Seriös? Der passende Webfont entscheidet maßgeblich darüber, welche Wirkung deine Website-Inhalte bei den Usern hinterlassen. Ist der Text nicht gut lesbar, bleiben die Besucher nicht lange auf deiner Seite.

Eine durchdachte typografische Gestaltung sorgt für eine klare Gliederung des Textes, wenn man eine Website erstellen will. Doch welche Schriften sind am besten für die Verwendung in der Online-Welt geeignet?

5 Tipps für die Suche der passenden Webfont

1) Was möchte ich ausdrücken und welche Zielgruppe spreche ich an?

Zunächst sollte man sich noch einmal klar vor Augen führen, welche Themen auf der Website kommuniziert werden:

  • Was möchte ich bewerben?
  • Um welche Produkte handelt es sich?
  • Welche Wirkung möchte ich erzeugen und welche Emotionen sollen geweckt werden?

An diesen Zielen muss auch die Wahl der Schrift ausgerichtet werden. 

Banken nutzen beispielweise eher seriöse, gradlinige Schriften ohne Serifen:

Screenshot Website LZO
Der Tierpark in Berlin setzt dagegen auf Schriften, die Kinder ansprechen und etwas verspielter sind.


Screenshot Website Tierpark Berlin
2) Verwende nicht mehr als 2 Webfonts zeitgleich

Hast du deinen individuellen Schriftstil gefunden, ist es wichtig, nicht zu viele Fonts gleichzeitig auf deiner Internetseite zu verwenden. Hier gilt das Motto „Weniger ist mehr“. Am einfachsten ist es, bei einer Schriftart zu bleiben und dafür bei den Schriftschnitten zu experimentieren.


Grundsätzlich ist es sinnvoll, nicht mehr als zwei Schriftarten miteinander zu kombinieren. Hierbei wird für die Überschrift oftmals eine kräftige, eher ausgefallenere Schrift verwendet, im Fließtext dagegen punkten Geradlinigkeit und gute Lesbarkeit.

3) Schriftschnitte verwenden

Wie bereits erwähnt, ist es leichter, nur eine Schriftart mit unterschiedlichen Schriftschnitten zu verwenden.

Ein Schriftschnitt ist eine Variation einer Schriftart, wobei die Strichstärke (z.B. Bold oder Light), die Schriftbreite (z.B. Condensed) oder die Schriftlage (z.B. kursiv) verändert wird.
Die Verwendung von Schriftschnitten vermeidet, dass Schriften nicht zusammen passen, denn die einzelnen Schnitte sind aufeinander abgestimmt und harmonisieren perfekt miteinander.


Unterschiedliche Schriftschnitte der Merriweather:

Schriftschnitte Merriweather
4) Schriften aus dem gleichen Haus verwenden

Eine weitere Möglichkeit unterschiedliche Webfonts passend miteinander zu kombinieren, ist die Verwendung von Schriftarten aus dem selben Hause. Diese sind nämlich für einen gemeinsamen Verwendungszweck kreiert worden Strichstärke und x-Höhe der Buchstaben sind perfekt aufeinander abgestimmt. Auf diese Weise können auch serifenbetonte und serifenlose Schriften optimal miteinander kombiniert werden.

Hier wurden die Merriweather (Serifen-Schrift, Überschrift) und die Merriweather Sans (serifenlose Schrift, Fließtext) verwendet:

Merriweather serifenbetont und serifenlos
5) Ausprobieren ist das A und O

Am wichtigsten für ein stimmiges Gesamtbild und eine gute Website Usabiltiy ist das Ausprobieren. Was auf dem einen Internetauftritt gut funktioniert, kann bei einem anderen völlig unpassend sein.

Lass dich auf anderen Webseiten inspirieren und schau, welche Schriften andere Mitbewerber aus deiner Branche benutzen. Hilfreich sind hier kostenlose Browser-Add-Ons wie zum Beispiel WhatFont für Google Chrome.

Ein Artikel von Nadine Büsing

 Jetzt Whitepaper

 

Titelbild: © Pexels.com
 Kategorien: Website